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Zu viel Pappe in Dresden?

Remondis mit Versorgungsengpass Zu viel Pappe in Dresden?

Überquellende Container für Pappe und Altpapier sind im Stadtgebiet mittlerweile keine Seltenheit mehr. Laut Rathaus gibt es seit Januar vor allem Probleme auf der rechtselbischen Seite. Der zuständige Versorger Remondis nennt die Gründe dafür und gelobt Besserung.

Viele Containerstandorte in der Neustadt quellen seit Jahresbeginn über. Entsorger Remondis gesteht die Engpässe ein.
 

Quelle: Stephan Lohse

Dresden.  Überquellende Container für Pappe und Altpapier sind im Stadtgebiet mittlerweile keine Seltenheit mehr. Vor allem seit dem vergangenen Weihnachtsfest gibt es Pappkartons im Überfluss, da der Online-Handel boomt. Wer zuhause keine blaue Tonne hat, landet deshalb seit Januar immer öfter vor überfüllten Depotstandorten. Dann steht zur Auswahl, die Pappe entweder wieder mitzunehmen, oder einfach abzustellen. In beiden Fällten ist jedoch klar – die Stadt kommt mit der Altpapierentsorgung nicht hinterher.

Auf DNN-Anfrage bestätigte das Rathaus die Probleme teilweise. Aus dem Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft heißt es, dass kein gesamtstädtischer Versorgungsengpass bestehe. Lediglich auf rechtselbischer Seite gäbe es hin und wieder Probleme. In Dresden teilen sich derzeit drei Firmen in die Entsorgung von Altpapier Pappe. Die Veolia Umweltservice GmbH (linkselbisch Süd und West), die Fehr Umwelt Ost GmbH (linkselbisch Südost) und die Remondis Elbe-Röder GmbH (rechtselbisch).

Auf rechtselbischer Seite gab es zum neuen Jahr auch einen Versorgerwechsel. In Vergangenheit entleerte ein Sub-Unternehmen von Remondis die Depotstandorte, kündigte den Vertrag aber zu Jahresbeginn. Seitdem erledigt Remondis die Entleerungstouren selbst. „Wir sind bereits seit 2012 mit der Entsorgung der Blauen Tonnen beauftragt und erledigen das rund um die Uhr mit vier Fahrzeugen. Für die Depots auf der rechtselbischen Seite haben wir derzeit drei Fahrzeuge im Einsatz“, erklärt Remondis-Betriebsleiterin Viola Harnisch.

Außerdem bestätigte sie, dass es seit Januar bei vielen der circa 95 Sammelplätze zu Engpässen kam. „Vor allem in der Neustadt sehen die Depots regelmäßig überladen aus“, so Harnisch. Doch laut der Remondis-Betriebsleiterin liegt das nicht immer an der Menge von Altpapier und Pappe. „Viele Container sind bei der Entleerung nur zur Hälfte oder gar einem Drittel gefüllt. Viele Bürger haben anscheinend keine Lust, ihre Kartons zu zerkleinern und stellen sie einfach nur ab“, so die Betriebsleiterin weiter.

Doch auch bei den Entsorgungsfahrten gibt es Probleme. „Einige Fahrer sind derzeit im Krankenstand, zwei davon sogar längerfristig“, erklärt Harnisch. Deshalb gab es seit Januar schon etliche Mahnungen und sogar eine Geldstrafe seitens der Stadt. „Wir tun was wir können, um die Versorgungsengpässe abzustellen. Einige Standorte werden mittlerweile sogar täglich geleert“, so Harnisch weiter. Doch ob das reicht, ist offen. Remondis plant zeitnah einen zusätzlichen Lehrgang für weitere Kraftfahrer, damit diese auch die Kräne der Containerfahrzeuge bedienen können und somit auch auf den Entsorgungsrouten einsetzbar sind.

Von Sebastian Burkhardt

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