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Zoff um Feuerwerk: Manchmal schützt auch Genehmigung nicht vor Ärger

Zoff um Feuerwerk: Manchmal schützt auch Genehmigung nicht vor Ärger

Ein Feuerwerk, das zwei 42-Jährige am Sonnabend zum 40. Geburtstag eines Freundes auf der Kreuzung Sosaer Straße/Friedrich-Adolph-Straße in Niedersedlitz abbrannten, sorgte für viel Ärger.

Obwohl das Ordnungsamt das Feuerwerk genehmigt hatte, entrüsteten sich die Nachbarn über den nächtlichen Lärm. Es soll zu Handgreiflichkeiten gekommen sein, die darin endeten, dass einer der Nachbarn eine der Feuerwerkbatterien umwarf. Wie die Polizei mitteilt, wurden daraufhin auf einer Länge von 150 Metern 24 an der Straße abgestellte Autos beschädigt und beschmutzt (DNN berichteten).

Nun ermittelt die Polizei gegen die beiden Anmelder des Feuerwerks. Sie hatten keine in Deutschland zugelassenen Böller, sondern verbotene ausländische Knaller verwendet. Diese sind neben Schwarzpulver zusätzlich mit Metallstaub gefüllt, was die Explosionen wesentlich stärker, aber auch gefährlicher werden lässt. Darüber hinaus hatte einer der Anmelder mit 1,4 Promille im Blut versucht, sein Auto vor dem Feuerwerk-Inferno zu retten.

Der Vorfall zeigt: Mit Böllern aus dem Ausland ist nicht zu spaßen. Doch auch darüber hinaus muss beim Abbrennen eines Feuerwerkes einiges beachtet werden. Ein Feuerwerk, das nicht am Silvesterabend stattfindet, muss in jedem Fall beim Ordnungsamt angemeldet werden. Hier wird zwischen den Klein- und Silvesterfeuerwerken der Kategorie zwei sowie Mittel- und Großfeuerwerken der Kategorien drei und vier unterscheiden. Letztere dürfen nur von Profis abgebrannt werden.

Wer ein Kleinfeuerwerk zünden möchte, braucht dafür einen triftigen Grund. Hochzeiten, Geburtstage sowie Schuleinführungen sind Beispiele für Anlässe, an denen das Knallen erlaubt wird. Das Abbrennen von Pyrotechnik in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern ist verboten. Auch Feuerwerke, die nach 22 Uhr in den Himmel steigen und damit eine Ruhestörung provozieren könnten, werden meist nicht genehmigt. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wird jedoch je nach Ermessen durch das Ordnungsamt von Fall zu Fall entschieden.

Feuerwerke müssen rechtzeitig angemeldet werden. Mindestens zwei Wochen vorher muss ein schriftlicher Antrag, aus dem der Ort, die Zeit, die Art und Dauer des Feuerwerkes hervorgehen, beim Ordnungsamt eingereicht werden. Die lange Vorlaufzeit ist notwendig, da das Umweltamt prüft, ob Natur- oder Landschaftsschutzgebiete beeinträchtigt werden könnten. Ganz billig ist die Genehmigung der Knallerei nicht. 75 Euro verlangt die Stadtverwaltung pro Anmeldung. Bis zu 300 Euro Bearbeitungskosten würde der gesetzliche Rahmen zulassen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.09.2013

hh

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