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Zoff am Dresdner Flughafen: Gastronom fordert mehr als eine Million Euro Schadenersatz

Zoff am Dresdner Flughafen: Gastronom fordert mehr als eine Million Euro Schadenersatz

Flughafen-Gastronom Roland Hess verlangt 1,05 Millionen Euro Schadenersatz von der Geschäftsführung des Airports in Klotzsche. Das erklärten Hess und sein juristischer Beistand, der Dresdner Rechtsanwalt Frank Hannig, heute und begründeten dies mit Umsatzausfällen, nicht zurückgezahlten Umbaukosten und Missmanagement im Flughafen.

Zugleich betonte Hess, der alle Restaurants im Terminal in Klotzsche betreibt, dass er wie im Vertrag mit der Flughafen-Geschäftsführung vereinbart seine Lokale bis 2018 betreiben will.

Dabei handelt es sich um den kleinen Imbiss in der Ankuftsebene, ein Cafe vor der Sicherheitskontrolle auf der Abflugebene und die Bar in der Sicherheitszone. Hess ist außerdem Betreiber des Restaurants „Chili" unter der Besucherplattform. Dieses Restaurant hat allerdings seit einigen Wochen nur noch zu besonderen Anlässen geöffnet. Hess begründet dies mit der zu geringen Gästefrequenz. „Ich habe im Vertrag stehen, dass ich alleiniger Anbieter gastronomischer Dienstleistungen bin", berichtete Hess heute.

Allerdings sei zum Beispiel im Sicherheitsbereich ein Souvenierladen eröffnet worden, der auch kalte Getränke verkauft. Fast eine halbe Million Umsatz habe dieses Geschäft seit 2008 mit dem Getränkeverkauf gemacht, schätzt Hess. Umsatz, der ihm verlorengegangen sei und sich negativ auf seine Kreditwürdigkeit bei Getränkelieferanten ausgewirkt habe. Hess sieht sein Engagement im Flughafen gefährdet und will nun vor Gericht für seine Lokale streiten. Viel zu wenig gewürdigt sieht er zudem sein Engagement für mehr Besucherverkehr im Flughafen. „14000 Euro habe ich eingebüßt, weil ich ein Flugzeug gekauft habe, das hinter dem Verwaltungsgebäude stehen sollte", berichtet der Gastronom. Der Ex-Flughafenchef Michael Hupe habe sein Konzept damals unterstützt, später kam aber heraus, dass die Fläche nicht bebaut werden dürfe.

Damit konnte dort auch nicht der Air-India-Airbus hingeschoben werden, aus dem laut Hess ein Event- und Schulungszentrum werden sollte. Das Geschäft ging schief, Hess musste den Kauf rückgängig machen und blieb auf den Miesen sitzen. Die Flughafengeschäftsführung äußerte sich heute nicht zu den Vorwürfen. „Das ist ein schwebendes Verfahren" begründete Sprecher Uwe Schuhart das Schweigen. Dass nun auch das Gastroangebot bei Veranstaltungen im Terminal leiden könnte, glaubt er nicht. „Es gibt und gab Veranstaltungen und da gabs auch Caterin", sagte Schuhart und gab sich gelassen angesichts des drohenden und womöglich lange dauernden Streits vor Gericht, den Hess und sein Anwalt in Aussicht gestellt haben.

cs

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