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Zentrum für Graphen in Dresden gegründet

„Wundermaterial“ Zentrum für Graphen in Dresden gegründet

Forscher der TU Dresden haben am Mittwoch ein „Graphen-Zentrum Dresden“ (GraphD) am Exzellenz-Center für fortgeschrittene Elektronik „cfaed“ gegründet.

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Xinliang Feng

Quelle: Foto: Heiko Weckbrodt

Dresden. Elektronikforscher und Chemiker der TU haben am Mittwoch ein „Graphen-Zentrum Dresden“ (GraphD) am Exzellenz-Center für fortgeschrittene Elektronik „cfaed“ gegründet. Dort bündeln sie die Dresdner Forschungen an diesem „Wundermaterial“, das aus extrem dünnen, festen und leitfähigen Kohlenstoff-Netzen besteht.

Graphen-Star Prof. Xinliang Feng aus China soll dieses Zentrum leiten und Dresden in die Spitzenliga der zehn weltweit führenden Forschungsstandorte in diesem Sektor führen. „Und Graphen ist erst der Anfang“, betonte cfaed-Koordinator Prof. Gerhard Fettweis. Denn speziell dotierte und gestapelte Kohlenstoffnetze könnten extrem leistungsfähige Chips, Sensoren und Energiespeicher ermöglichen.

Das Zentrum wird anfangs ein eher ideeller Zusammenschluss von Kohlenstoff-Forschern der TU sowie von Dresdner Leibniz-, Helmholtz- und Planck-Instituten sein. Doch Grundsteine für einen größeren Komplex sind gelegt: Aus EU-Töpfen hat die Sächsische Aufbaubank rund 1,8 Millionen Euro für eine zehnköpfige Nachwuchsforscher-Gruppe bewillig – als Nukleus für GraphD. Sie soll die weltweit besten Graphen-Wissenschaftler nach Dresden locken, Experten für die sächsische Industrie ausbilden und für Erfindungen, Firmenausgründungen und Jobs in diesem Sektor sorgen.

Auch hat das cfaad als Mutterinstanz einen graphen-basierten Forschungspfad „2,5D“ zur Nanoelektronik der Zukunft definiert. Prof. Fettweis will dafür Exzellenz-Fördermittel des Bundes an Land ziehen. Gelingt dies, könnte das „GraphD“ vielleicht schon auf Augenhöhe mit international führenden Graphen-Standorten in England, China, den USA, in Schweden und Korea forschen.

Graphen-Moleküle bestehen aus reinem Kohlenstoff. Sie sind mit Diamanten und Bleistift-Graphit verwandt. Aber anders als diese sind ihre Atome nicht in 3 Dimensionen (3D) verknüpft, sondern nur in 2 Dimensionen (2D). Auf dem „2,5D“-Pfad wollen die Dresdner ausloten, ob sie 2D-Graphen-Netze mit Fremdatomen spicken, stapeln und 3D-ähnlich verbinden können, um superschnelle Computerchips, intelligente Textilien, Super-Kondensatoren oder Elektroauto-Batterien mit enormer Reichweite zu konstruieren.

Von Heiko Weckbrodt

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