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Zeltlager wird Containerstadt - „Dresden für Alle“ muss bei Bürgermeister-Besuch draußen bleiben

Zeltlager wird Containerstadt - „Dresden für Alle“ muss bei Bürgermeister-Besuch draußen bleiben

Aus dem Dresdner Asylbewerber-Zeltlager an der Bremer Straße wird eine Wohncontainer-Stadt, die voraussichtlich auch im nächsten Jahr dort noch stehen wird.

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Das Zeltlager für Flüchtlinge in Dresden kann bis zu 1100 Personen aufnehmen. Die Flüchtlinge haben hier keine festen Behausungen.

Quelle: Arno Burgi

Entsprechende Pläne der Landesdirektion Sachsen (LDS) bestätigte Sprecher Holm Felber am Dienstag auf DNN-Anfrage. „Ja, es ist beabsichtigt, bis zum Herbst die Zelte Zug um Zug durch Container zu ersetzen, so dass in der Bremer Straße auch im Winter Asylbewerber untergebracht werden können“, sagte Felber. Parallel dazu plant der Freistaat eine Container-Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber hinter dem Sitz der Landesdirektion an der Stauffenbergallee.

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Das hat Innenminister Markus Ulbig (CDU) also gemeint, als er am Montag von „festen Unterkünften für alle Flüchtlinge“ in Sachsen bis Oktober sprach: Die Asylbewerber müssen auch im Winter in Containern leben, sowohl an der Bremer Straße als auch an der Stauffenbergallee. Damit wird klar: Die bislang geplanten Kapazitäten für die Erstaufnahme von je 500 Flüchtlingen in Chemnitz, Leipzig und Dresden reichen nicht aus. Auch die zusätzlichen Plätze in Schneeberg sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Allein in den zwei Dresdner Erstaufnahme-Heimen können künftig wohl mehr als 1000 Flüchtlinge wohnen.

Während am Dienstag die ersten Asylbewerber ins TU-Sportzentrum einzogen, besichtigten Vertreter aus dem Rathaus erstmals die Zeltstadt. Dabei kam es zu einem Eklat. Eric Hattke, Sprecher des Netzwerks „Dresden für Alle“, das dem DRK bei der Spendenkoordination und mit der Vermittlung von Dolmetschern geholfen hat, bekam eine Abfuhr, als er mit ins Lager wollte. Hattke: „Ich kenne die Situation dort von Anfang an und hätte sagen können, was sich verändert hat.“ Weil die Besuchergruppe aber nicht noch größer werden sollte, musste er draußen bleiben. Hattke habe das vorab erfahren und „in peinlicher Weise ignoriert“, so Felber.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) stellte nach seinem ersten Besuch in der Zeltstadt fest, die Situation der Flüchtlinge müsse weiter verbessert werden. Dafür wolle sich die Stadt engagieren.

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Eindrücke von der Zeltstadt für Flüchtlinge an der Bremer Straße in Dresden.

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cs

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