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Zelte an der Gutzkowstraße verschwinden

Sachsen verringert Asyl-Kapazitäten: Zelte an der Gutzkowstraße verschwinden

In Dresden wird es künftig nur noch drei Erstaufnahmeeinrichtungen des Freistaats für Asylsuchende geben. Wie das Innenministerium mitteilte, gehören das noch im Bau befindliche Haus am Hammerweg und das ehemalige Technische Rathaus auf der Hamburger Straße zur „Kernkapazität“ des Freistaates.

Bis Ende Juni sollen die Zelte an der Gutzkowstraße geschlossen werden.
 

Quelle: Anja Schneider (Archiv)

Dresden.  In Dresden wird es künftig nur noch drei Erstaufnahmeeinrichtungen des Freistaats für Asylsuchende geben. Wie das Innenministerium mitteilte, gehören das noch im Bau befindliche Haus am Hammerweg und das ehemalige Technische Rathaus auf der Hamburger Straße zur „Kernkapazität“ des Freistaates. Der Container-Standort in Gittersee, der Ende 2016 fertig sein soll, ist ebenfalls eingeplant. Die übrigen Standorte werden für den Notfall vorgehalten oder werden wie die Zelte auf der Gutzkowstraße abgebaut

Insgesamt will der Freistaat bis Ende Juni 6607 Plätze für Asylsuchende dauerhaft stilllegen. Neben den Zelten nahe des Dresdner Hauptbahnhofes gehören dazu unter anderem der ehemalige Baumarkt in Heidenau, das Supermarkt-Gebäude in Niederau und zwei Objekte in Meißen.

Erstaufnahmeeinrichtungen des Freistaats in Dresden

Kernbereich

Hammerweg: 700 Plätze (Inbetriebnahme voraussichtlich Anfang 2017)

Hamburger Straße: 1.600 Plätze (in Betrieb)

variable Kapazitäten in Nutzung

Gittersee: 450 Plätze (Endausbau voraussichtlich bis Ende 2016)

Reserve

Bremer Straße: 500 Plätze (bleibt im Stand-by)

Blasewitzer/Fetscherstraße: 700 Plätze (fertig Mitte 2016)

Flughafen: 600 Plätze (bleibt im Stand-by)

Stauffenbergallee/Landesdirektion: 500 Plätze (bleibt im Stand-by)

Fällt weg

Gutzkowstraße: 600 Plätze

Fest genutzt werden sollen 5360 Plätze in Dresden, Leipzig, Chemnitz und Schneeberg, hinzu kommt eine „variable Kapazität“ von 4314 Plätzen, ebenfalls vor allem in Dresden, Leipzig und Chemnitz.

Für den Notfall will Sachsen 4691 Plätze in „Stand by“ halten. Dazu gehören in Dresden die Bremer Straße, das Objekt am Flughafen, die Container hinter der Landesdirektion an der Stauffenbergallee sowie das noch im Bau befindliche Objekt in der Johannstadt an der Fetscherstraße. Die werden allesamt erst einmal nicht belegt, aber für den Notfall bereit gehalten, falls die Zahl der Geflüchteten wieder ansteigen sollte.

„Die Auslastung der Unterbringungskapazitäten in Sachsen liegt derzeit bei rund 15 Prozent“, so Innenminister Markus Ulbig (CDU). „Wir fokussieren uns weiter auf das Drei-Standorte-Konzept und profitieren in den Städten von den drei Außenstellen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Mit der Anpassung setzen wir weiter auf schnelle Entscheidungen, wer bleiben darf und wer nicht.“

Von S. Lohse

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Helfer brüskiert

Die in Sachsen geplante Schließung mehrerer Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge hat bei Hilfsorganisationen auch Kritik ausgelöst. „Wir empfinden die Entscheidung der Landesregierung in der aktuellen politischen Situation völlig unverständlich“, erklärten der Verein „Integration statt Isolation“ und das Bündnis „Vogtland gegen Rechts“.

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