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Zeltaufbau an August-Bebel-Straße läuft - Neue Mensa bezogen

Zeltaufbau an August-Bebel-Straße läuft - Neue Mensa bezogen

Am späten gestrigen Abend wurden die ersten Flüchtlinge in der Neuen Mensa an der Bergstraße erwartet. Das teilte Ingolf Ulrich, Sprecher der Landesdirektion, am Wochenende auf DNN-Anfrage mit. 250 Menschen werden in die Unterkunft einziehen.

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Der Aufbau des ehemaligen Oktoberfestzeltes an der August-Bebel-Straße läuft auf Hochtouren.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Damit gibt es nach Angaben der Landesdirektion gegenwärtig insgesamt 3062 Plätze für Flüchtlinge in Dresden. 1362 sind es im Technischen Rathaus an der Hamburger Straße und 600 auf der Nöthnitzer Straße in den Turnhallen der Technischen Universität Dresden (TU). Dazu kommen 600 Plätze an der Gutzkowstraße und 250 in der Turnhalle der Offizierschule des Heeres.

Gegenwärtig läuft nach Angaben der Landesdirektion auch der Aufbau des Zeltes auf dem Sportplatz der TU an der August-Bebel-Straße. Das Zelt, in dem das Pichlmännl-Oktoberfest stattfand, soll bis Mittwoch auf dem Gelände errichtet werden. Es ist beheizbar und bietet Platz für bis zu 400 Personen. Wann genau die ersten Flüchtlinge einziehen, könne noch nicht gesagt werden, erklärte Ulrich. "Wir rechnen damit, Ende der Woche die ersten Flüchtlinge unterbringen zu können", so der Sprecher. Die Betreuung vor Ort wird durch das Deutsche Rote Kreuz erfolgen. Zudem werde geprüft, ob die daneben stehende Turnhalle der TU ebenfalls zur Unterbringung von Asylsuchenden genutzt werden kann. Diese Prüfung sei noch nicht abgeschlossen. Ob das Quartier auch über den Winter genutzt werden soll, stehe derzeit noch nicht fest, so Ulrich.

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres hat der Freistaat Sachsen mehr als 27 500 Asylbewerber neu aufgenommen, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 6000. Allein im September sind 8000 neue Asylbewerber nach Sachsen gekommen. Die Erstaufnahmeeinrichtungen sind mit rund 13 700 Asylbewerbern belegt.

Die Asyldebatte sorgt unterdessen für heftigen Wirbel in der sächsischen SPD. Der vom Neustädter Ortsverein gestartete Aufruf "Unsere Grundwerte sind nicht verhandelbar" verzeichnet bis Stand Sonnabendmittag 125 Unterstützer. Die Petition, die vergangene Woche ins Netz gestellt wurde, ist eine Reaktion auf die Forderungen von Sachsens SPD-Parteichef Martin Dulig "die Flüchtlingswelle einzudämmen, sie zeitweise zu stoppen". Er hatte in seiner Rede anlässlich des 3. Oktober mit seinen Äußerungen zur Asyldebatte für Verwunderung gesorgt, auch innerhalb seiner eigenen Partei. Die Verfasser des Aufrufs kritisieren ihre Parteispitze scharf. "Es geht gegen jedes sozialdemokratische Verständnis innerparteilicher Demokratie, dass SPD-Kabinettsmitglieder auf Bundes- oder auch Landesebene Grundwerte unserer Partei öffentlich zur Disposition stellen", heißt es dort.

Die Dresdner SPD hat gemeinsam mit den Jusos den Antrag "Asylrecht ist Menschenrecht" für den Landesparteitag der Partei am 7. November in Görlitz gestellt. Der Antrag wendet sich gegen die Verschärfung des Asylrechts. "Auch in herausfordernden Zeiten dürfen Grundwerte nicht zum Spielball der aktuellen Tagespolitik werden. Wir haben eine Verantwortung, den flüchtenden Menschen zu helfen", so Dresdens SPD-Vorsitzender Richard Kaniewski.

Julia Vollmer

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