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Zehn Prozent weniger Besucher auf dem Dresdner Striezelmarkt

Weihnachtsmarkt-Bilanz Zehn Prozent weniger Besucher auf dem Dresdner Striezelmarkt

Trotz eines Besucherrückgangs von rund zehn Prozent zeigen sich die Veranstalter mit dem Striezelmarkt 2015 und insgesamt rund 2,2 Millionen Besuchern zufrieden. Positiv: Mit der Zahl der Besucher sank auch die Zahl der Diebstähle deutlich.

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Quelle: dpa

Dresden. Wenigstens einmal in diesem Jahr wollte Dirk Hilbert (FDP) auf einem Striezelmarktpodium sprechen, um sich „thematisch nicht zu verengen“, wie er sagt. Am Mittwoch nutzte Dresdens Oberbürgermeister die Gelegenheit, um die Bilanz des Traditionsweihnachtsmarktes zu verkünden. Die ganz guten Nachrichten hatte er dabei allerdings nicht im Gepäck. Nach Jahren mit Rekordbesucherzahlen erlebt die 581. Ausgabe einen kleinen Dämpfer. Um zehn Prozent sind die Gästezahlen zurück gegangen, liegen jetzt bei 2,2 Millionen.

Die Gründe dafür sind vielfältig. „Die erste Woche war extrem verregnet, insgesamt gab es neun Regentage. Dazu kamen die Geschehnisse in Paris und anderswo, die zu einer gewissen Verunsicherung beigetragen haben. Dieser Rückstand war, auch wenn sich der Besucherstrom dann etwas normalisiert hat, nicht mehr aufzuholen“, so Hilbert. Besucherschwund auf den Weihnachtsmärkten sei allerdings kein speziell auf Dresden zutreffendes Phänomen, wie er in Gesprächen mit Kollegen aus Nürnberg, Köln oder Aachen erfahren hat.

Dresden treffen allerdings die allmontäglichen Pegida-Spaziergänge. „Da ist hier Totentanz in der Innenstadt“, wie es Mario Müller-Milano vom Händler- und Schaustellerverband Dresden e.V. zusammenfasst. Und auch die Politik in der Landeshauptstadt spielt keine unwesentliche Rolle. In diesem Advent gab es nach dem Willen der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit nur einen verkaufsoffenen Sonntag. „Sind die Geschäfte offen, haben wir wesentlich mehr Besucher und machen mehr Umsatz“, sagt Dieter Uhlmann, Geschäftsführer des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V.

Anna Gossenbacher: "Wir merken kaum einen Unterschied. Stollen kommt halt einfach immer gut an.“

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200.000 Besucher beim Hüttenzauber am Postplatz

Dresden. Der sogenannte „Hüttenzauber“ am Dresdner Postplatz hat nach eigenen Angaben in diesem Jahr fast 200.000 Besucher angelockt. Die Mischung aus einem kleinen Weihnachtsmarkt und Apres-Ski-Party habe funktioniert, so die Veranstalter.

„Nicht nur die wieder gestiegenen Likes zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind. Entspannte Gäste, aufmerksames Personal und eine Schalldämmung wie bei einem Zwei-Familien-Haus – so empfehlen wir uns gerne für die nächste 5-Jahres-Ausschreibung“, kündigte Geschäftsführer Nico Thierbach an, auch 2016 weitermachen zu wollen.

Klingende Kassen haben die Händler in den ersten zwei Wochen vermisst, Panikstimmung breitete sich aus. „Jetzt ist allerdings alles im grünen Bereich. In den vergangenen Tagen haben wir mehr Umsatz gemacht als in der letzten Woche 2014“, so Müller-Milano. Einen kleinen Rückgang müssen aber zum Beispiel die Glühweinhändler verdauen. Um sechs Prozent ist der Konsum geschrumpft, 122.000 Liter Glühwein sind in diesem Jahr verkauft worden. Insgesamt sähen die Händler den Markt noch als gelungen an und seien ganz zufrieden, resümiert Müller-Milano.

Sehr zufrieden zeigt sich die Polizei. Bislang sind 18 Strafanzeigen bei der Striezelmarktwache aufgenommen worden – 17 weniger als im Vorjahr. In 16 Fällen handelte es sich um Diebstähle, vor allem von Geldbörsen und Handys. 19 vermisste Besucher, darunter 13 Kinder, konnten innerhalb kürzester Zeit wohlbehalten übergeben werden.

Der Striezelmarkt ist am Donnerstag noch einmal von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Ab dem 15. Januar schließt sich der 3. Dresdner Winterzauber auf dem Altmarkt an.

Christin Grödel

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