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Zehn Millionen für Dresdens Bäder

Zehn Millionen für Dresdens Bäder

Reiner Zieschank, Geschäftsführer der Technischen Werke Dresden (TWD), hat es begrüßt, dass die Thüga AG mindestens noch fünf Jahre lang zehn Prozent der Anteile an den Drewag-Stadtwerken halten wird.

Das hatte der Stadtrat am Donnerstagabend gegen die Stimmen der Linken und der FDP beschlossen. Die Thüga zahlt zehn Millionen Euro an die TWD, damit sie die zehn Prozent weiter halten darf. Ursprünglich war der Vertrag mit der Thüga zum 31. Dezember 2012 ausgelaufen. Die Stadt hätte in diesem Jahr die Anteile zurückkaufen können. Die Verkaufssumme zum Ertragswert hätte bei 70 bis 100 Millionen Euro gelegen.

"Wir bekommen die Anteile nicht geschenkt, sondern hätten einen Kredit aufnehmen müssen", so Zieschank. Zudem würde die Verkaufssumme gegenwärtig wegen der hervorragenden Ertragslage der Drewag eher bei 100 als bei 70 Millionen Euro liegen. "Wer weiß, ob das in fünf Jahren immer noch so ist. Wahrscheinlich sind dann die Anteile günstiger zu haben", mutmaßte der TWD-Geschäftsführer, der zehn Millionen Euro für ein gutes Ergebnis hält.

Linken-Fraktionschef André Schollbach sah das ganz anders. Die Stadt lasse sich mittelfristig viel Geld entgehen, um kurzfristig wenig Geld bar auf die Hand zu bekommen. Für die Thüga sei es ein Leichtes, zehn Milionen Euro auf den Tisch zu legen. Allein im vergangenen Jahr habe sie eine Gewinnausschüttung von fast acht Millionen Euro von der Drewag erhalten. "Dieses Geld würde in der Stadt verbleiben, wenn wir die Anteile zurückkaufen", erklärte er.

Schollbachs Argumente blieben ebenso ungehört wie die der FDP, die die neu gegründete Bäder GmbH ablehnt, die sich unter dem Dach der TWD befindet und in die die zehn Millionen Euro fließen sollen. "Die TWD sind nicht dazu da, Schwimmbäder und -hallen zu betreiben", erklärte Liberalen-Fraktionschef Holger Zastrow. "Die städtischen Unternehmen sind kein Selbstbedienungsladen."

Thomas Blümel von der SPD erklärte, die Linken hätten lediglich mehr Geld von der Thüga herausschlagen wollen, 30 Millionen Euro seien im Gespräch gewesen. "Wir halten die zehn Millionen für ein gutes Geschäft." CDU, Bündnis 90/Die Grünen und Bürgerfraktion sahen das ähnlich - die Thüga bleibt Anteilseigner bei den Stadtwerken.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.03.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

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