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Zehn Mal shoppen statt erholen? - Stadt Dresden plant zehn verkaufsoffene Sonntage für 2015

Zehn Mal shoppen statt erholen? - Stadt Dresden plant zehn verkaufsoffene Sonntage für 2015

2015 könnte das Jahr der Dresdner Einkaufsfreunde werden. Geht es nach den Vorlagen des Geschäftsbereichs Ordnung und Sicherheit der Stadtverwaltung vom 17. Juli, öffnen die Läden an zehn Sonntagen im Jahr ihre Türen.

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In der ganzen Stadt sollen die Einkaufstempel zum Dixieland-Festival am 17. Mai, zum Dresdner Herbstmarkt und Fest am Goldenen Reiter am 4. Oktober und am 6. und 20. Dezember zu den Adventsonntagen öffnen. Neben diesen vier zentralen Shoppingsonntagen soll es noch stadtteilspezifische Öffnungstage geben.

Die Ortsbeiräte haben dazu folgende Vorschläge eingebracht: In Pieschen könnten die Läden am 7. Juni zum Stadtteilfest zum Einkaufen locken. Das Szeneviertel Neustadt plant gleich drei offene Sonntage – zum „Neustädter Frühling“ am 3. Mai, zur „Bunten Republik Neustadt“ am 21. Juni und zum „Hechtfest“ am 20. August. Im Stadtteil Prohlis sollen sich die Pforten der Geschäfte am 20. September zum „Prohliser Herbstfest“ öffnen und in Loschwitz zum „Elbhangfest“. Dieser Termin könnte aber wackeln, da das „Elbhangfest“ 2015 mit dem Datum der Nachwahl um den Oberbürgermeisterposten kollidiert (DNN berichteten).

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Neben der üblichen Striezelmarkt-Beschallung gab es auch handgemachte Musik zu hören.

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Das Sächsische Ladenöffnungsgesetz lässt vier verkaufsoffene Sonntage in Dresden zu. Nach Angaben von Peter Lames, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Stadtrat, steht die Vorlage als Tagesordnungspunkt am 31. Juli in einem Sonderausschuss der Wirtschaftsförderung auf der Agenda. „Das ist in meinen Augen ein Unding. Das Thema kommt nun wirklich nicht überraschend und dieses dann ausgerechnet in der Sommerpause auf die Tagesordnung zu setzen, ist eine Frechheit. Viele Vertreter unserer Fraktion sind im Urlaub“, ärgert sich Lames. Ende September wird sich nach Auskunft des Stadtsprechers Karl Schuricht der Stadtrat mit dem Thema befassen.

Das Bistum Dresden-Meißen sieht in den verkaufsoffenen Sonntagen eine Gefahr für den Schutz des Sonntags als Tag der Ruhe. „Wir als Kirche treten entschieden für die Erhaltung des Sonntags als Tag für die Familie und der Erholung ein“, sagte Michael Baudisch, Sprecher des Bistums. Die Familie sollte am Ende der Woche Zeit für sich haben. „Jede Aufweichung des Sonntags bereitet uns große Sorgen. Wir fürchten, dass ein Keim gelegt wird, den Schutz des Sonntags nach und nach aufzuweichen“, so Baudisch. Gerade die Ladenöffnungen an den Adventssonntagen sieht das Bistum kritisch. „Die Vorweihnachtszeit sollte aus unserer Sicht nicht nur mit Konsum gefüllt, sondern auch zur Besinnung genutzt werden“, sagte er.

Klar gegen verkaufsoffene Sonntag spricht sich auch die Gewerkschaft Ver.di aus. „Der Sonntag als Tag der Arbeitsruhe ist ein absolut schützenswertes Gut. Er dient dazu, dass sich Beschäftigte erholen können, er ermöglicht ein gemeinsames Familien- und Sozialleben und er ist ein Schutz dagegen, immer weitere Bereiche des Lebens zu ökonomisieren“, so Sprecherin Eva Völpel auf Anfrage.

Julia Vollmer

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