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Zeckengefahr in Sachsen steigt: Auch in Dresden droht Gefahr

Zeckengefahr in Sachsen steigt: Auch in Dresden droht Gefahr

Zecken sind auch in Dresden auf dem Vormarsch. Die Anzahl der der Fälle, in denen sich Menschen durch einen Zeckenbiss mit dem FSME-Virus angesteckt haben, ist landesweit um mehr als 60 Prozent gestiegen.

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Quelle: dpa

Noch konnte in Dresden kein außergewöhnlicher Zuwachs solcher Krankheitsfälle verzeichnet werden, wie der Leiter des Sachgebiets Impfen im städtischen Gesundheitsamt, Jörg Wendisch, mitteilte. Wichtig sei aber trotzdem, sich zu schützen. Ihm zufolge, seien vor allem die für Zecken günstigen klimatischen Bedingungen schuld daran. Auch für Dresden gelte: Wer im hohen Gras oder in niedrigen Büschen unterwegs ist, kann sich besonders leicht Zecken einfangen.

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Bericht des Landesuntersuchungsauschuss für Veterinärwesen

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Wie viele Dresdner durch Zecken gebissen wurden, ist nicht bekannt. Weder in den städtischen Kliniken Friedrichstadt und Neustadt noch am Universitätsklinikum konnten die Ärzte genaue Zahlen ermitteln. „In den meisten Fällen gehen die Leute zu ihrem Hausarzt oder zum Hautarzt, wenn sie die Zecke nicht sogar selbst entfernen“, sagt Sabine Hunger, Pressesprecherin der städtischen Kliniken. Das bestätigt auch die Pressestelle des Uniklinikums. „Eine FSME-Erkrankung oder eine Borreliose kann noch Wochen nach dem Zeckenbiss auftreten. Dann kommen die Betroffenen erst in die Klinik“, heißt es auf DNN-Anfrage. Die Zahl der Borreliose-Fälle in Dresden lag 2014 bei 208. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegt die Landeshauptstadt dabei knapp über dem Durchschnitt im Freistaat.

Dass es mehr Zeckenbisse gebe, begründet Klinik-Sprecherin Hunger unter anderem mit dem geänderten Freizeitverhalten der Menschen, die sich inzwischen wieder öfter in der Natur aufhalten. Sie warnt aber: Nicht jede Zecke infiziert den Menschen bei einem Stich, die Infektionsrate mit Borrelien liege im Raum Dresden bei rund 12,5 Prozent.

Um sich gegen einen Zeckenbiss zu schützen, helfe lange Kleidung. Auch das Einsprühen der Kleidung oder das Einreiben der Haut könne Zecken abhalten, so Wendisch. Zwar könne ein Biss nicht gänzlich verhindert werden, es mindere aber das Risiko. Beim Gesundheitsamt könne man sich zudem gegen die FSME-Viren impfen lassen. Helle Kleidung helfe zudem, die Zecken zu entdecken. „Auf jeden Fall sollte der Körper gründlich abgesucht werden“, rät der Impfbeauftragte.

Teile Sachsens sind in den vergangenen Jahren zu besonderen Risikogebieten erklärt worden. Besonders hoch sei die Möglichkeit, einen Zeckenbiss zu erleiden, im Vogtland. Auch in der Sächsischen Schweiz und in der Oberlausitz habe die Anzahl der Krankheitsfälle zugenommen. In Deutschland gebe es insgesamt etwa 20 Zeckenarten, weltweit sogar 900. Angelockt werden die Zecken vor allem durch bestimmte Stoffe wie Milchsäure oder Kohlendioxid, die sich beim Menschen vor allem im Atem oder im Körperschweiß wiederfinden.

Oliver Carstens

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