Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Google+
Zastrow kann die Hofewiese in der Dresdner Heide kaufen - Projekt mit viel Klärungsbedarf

Zastrow kann die Hofewiese in der Dresdner Heide kaufen - Projekt mit viel Klärungsbedarf

Startschuss für die Wiederbelebung der Hofewiese. Holger Zastrow darf das Grundstück kaufen. Wann sein Projekt durchs Ziel geht, ist allerdings offen.

Voriger Artikel
Stadt Dresden lässt Parkbänke am rechtselbischen Radweg reparieren
Nächster Artikel
Scheidender Dresdner Bischof Koch feiert letzte Messe in Sachsen

Nach Jahren der Schließung ist das Gebäude der Hofewiese stark heruntergekommen. Jetzt soll wieder etwas daraus werden.

Quelle: DNN Archiv

Am Ende ging es ganz schnell: Innerhalb weniger Minuten hat am Montag der Ausschuss Allgemeine Verwaltung des Dresdner Stadtrats dem Verkauf des Grundstücks Gänsefuß 55 an einen Stadtrat zugestimmt. Es gab keine Gegenstimmen, lediglich eine Enthaltung. Käufer ist Holger Zastrow, FDP-Landeschef und Vorsitzender der Fraktion von Freien Bürgern und Liberalen im Stadtrat. Weil die Stadt damit ein Geschäft mit einem Ratsmitglied plant, muss sich der Stadtratsausschuss damit befassen. Zastrow ist nicht Mitglied des Gremiums.

Grundsätzlich kann die Verwaltung über solche Geschäfte selbst entscheiden, denn es geht nicht einmal um besonders hohe Werte, zumindest materiell. Der Gänsefuß 55 ist die Adresse der Hofewiese in der Dresdner Heide. Seit Anfang des Jahrtausends ist die früher beliebte Gaststätte geschlossen. Ihre Ursprünge lassen sich urkundlich bis 1547 zurückverfolgen. Ab 1828 gehörte zwischenzeitlich der sächsische König zu den Besitzern. Das Haus erhielt 1877 die Schankkonzession, wurde zum beliebten Ziel für Einheimische und Touristen. Ende der 1980er Jahre musste die Gaststätte schließen. 1993 wurde das Traditionslokal wieder eröffnet, aber bereits 2000 erneut geschlossen. Seit 2011 ist die Stadt nach einigem Hin und Her wieder Eigentümerin, sie schrieb die Immobilie Ende 2013 erneut aus.

Für das Grundstück liegt ein Verkehrswertgutachten von 2004 vor, das einen Verkehrswert von 1 Euro ausweist. Besser ist der Bauzustand seither nicht geworden, nicht zuletzt wegen des hohen Grundwasserstandes. Die Straße „Gänsefuß“ ist inzwischen entwidmet.  Sieben Bieter haben sich an der Ausschreibung beteiligt. Mit 60.000 Euro hat Holger Zastrow das Höchstgebot vorgelegt, „welches auch den inhaltlichen Anforderungen der Ortschaft Langebrück hinsichtlich der Sanierung und zukünftigen Nutzung am ehesten entsprach“, wie es in dem Beschlussentwurf der Stadt für den Ausschuss heißt.

php1d42a910f2201407031552.jpg

Holger Zastrow, Stadtrat FDP

Quelle: PR

Zastrow war am Montag nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen. Klar ist, dass er die Gastronomie wiederbeleben will. Auch von Fremdenverkehr ist die Rede und einem mittleren sechsstelligen Investitionsbetrag. Klar ist auch, dass es eines aufwendigen Entsorgungskonzeptes für Abwässer bedarf, weil es keinen Anschluss an die Kanalisation gibt. Käufer ist Zastrow als Privatmann.

Grünen-Stadträtin Kerstin Harzendorf fragte im Ausschuss nach einer Stellungnahme der Umweltbehörde, schließlich werde ein Grundstück aus dem Landschaftsschutzgebiet verkauft. Antworten konnte ihr Ausschusschef Winfried Lehmann (CDU) nicht geben. Harzendorf enthielt sich daraufhin.  Die Euphorie der Hofewiese-Fans bremste auch Franz-Josef Fischer. Bis es mit der Gaststätte wieder losgeht, „wird noch eine ganze Menge zu klären sein, es ist noch gar nicht klar, ob das Projekt wirklich durchgeht“, sagte der Stadtrat aus Zastrows FDP/FB-Fraktion im Ausschuss.

Ingolf Pleil

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Anzeige
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.