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Zahlreiche Dresdner beim Stillen Gedenken und auf dem Gedenkweg

13. Februar Zahlreiche Dresdner beim Stillen Gedenken und auf dem Gedenkweg

Hunderte Dresdner haben am Samstag im Rahmen des „Stillen Gedenkens“ am Neumarkt Kerzen und Blumen vor der Frauenkirche abgestellt. Im Anschluss an die Menschenketteeröffnete Gunther Emmerlich dann den "Dresdner Gedenkeweg".

Quelle: Dennis Hetzschold

Dresden. Hunderte Dresdner haben am Samstag im Rahmen des „Stillen Gedenkens“ am Neumarkt Kerzen und Blumen vor der Frauenkirche abgestellt. Mit Einbruch der Abenddämmerung kamen Dresdner zu der Sandfläche, die vor der Frauenkirche aufgebaut war. Dort verharrten sie einige Augenblicke, gedachten still an diesem „Tag des Mahnens“, wie es die Gesellschaft ausdrückte. Abgeschlossen wurde der abend mit dem traditionellen Läuten der Kirchglocken zum Zeitpunkt des damals ersten Angriffs.

Nach Ende der Menschenkette begann dann der „Dresdner Gedenkweg“ - eine Initiative, die in diesem Jahr zum siebten Mal stattfand. Unter dem Motto „Unterwegs zur Versöhnung“ standen sieben Erinnerungsorte auf dem Programm, an denen Zeitzeugenberichte und historische Akten vorgetragen wurden.

„Wir zeigen mit unserem Programm nicht mit dem Finger auf andere, sondern fangen mit uns selbst an. Wir haben bewusst kein populistisches Programm“, erklärt der Vorsitzende der Gesellschaft, Hans-Joachim Jäger. „Mit Freiheit kommt auch Verantwortung.“

Mehr als 250 Teilnehmer spazierten beim "Dresdner Gedenkweg"

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Gunther Emmerlich eröffnete an der Synagoge den Gedenkweg mit einem Auszug aus den Tagebüchern Victor Klemperers zum 13. Februar. Anschließend zogen die mehr als 250 Teilnehmer weiter zum Trümmerstück der Frauenkirche, zur Busmannkapelle und zur Gedenkstätte auf dem Altmarkte. Dort wurde ein Text Erich Kästners zur Bombennacht verlesen: „Dresden war eine wunderbare Stadt, deren Schönheit innerhalb weniger Stunden mit einer Handbewegung weggewischt wurde“, trug Ludwig Güttler, Mitinitiator des Gedenkweges, vor.

An der Trümmerfrau gesellte sich dann Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) zu den Vortragenden. Er las aus einem Protokoll der Bergungsarbeit, dass „20 bis 25 Schüler der Kunstgewerbschule den Trupp bildeten, der die geborgenen Reste des Zwingers in die Keller des Zwingers bringen sollten“.

An der Frauenkirche fand der Gedenkweg schließlich seinen Abschluss. „Am 13. Februar 1982 riefen an dieser Stelle junge Christen zu einer friedlichen Gedenkfeier auf, um Blumen und Kerzen aufzustellen und dem Wunsch nach Frieden Ausdruck zu verleihen“, erklärte  Güttler. „Dies wollen wir jetzt auch tun.“

August Modersohn

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