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Zahlreiche Ausbildungsplätze sind noch nicht besetzt – Dresdner Firmen suchen nach Lehrlingen

Zahlreiche Ausbildungsplätze sind noch nicht besetzt – Dresdner Firmen suchen nach Lehrlingen

Das neue Ausbildungsjahr beginnt und noch immer sind viele Lehrstellen zu besetzen. Genug junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, gibt es. Doch wie schon in den vergangenen Jahren scheinen Unternehmen und Jugendliche nicht immer zueinander zu finden.

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Hoteldirektor Michael Spamer (r.) mit den beiden Auszubildenden Brit Backofen (23) und Chris Grunert (18) im Hotel Westin Bellevue.

Quelle: Hauke Heuer

Wie die Agentur für Arbeit am Mittwoch mitteilt, sind in Sachsen derzeit 6423 gemeldete Bewerber auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Dem gegenüber stehen 6746 freie Ausbildungsstellen. In der Landeshauptstadt ist die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage noch größer. 549 junge Menschen suchen in Dresden einen Ausbildungsplatz. 806 Stellen sind noch unbesetzt. Insgesamt 19.302 Mädchen und Jungen aus Sachsen drängen in diesem Jahr auf den Ausbildungsmarkt. „Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz stehen gut. Rechnerisch gibt es für jeden Bewerber mindestens eine freie Lehrstelle“, erklärt die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit Jutta Cordt.

Sucht man in den Unternehmen nach Gründen für die Diskrepanz zwischen Statistik und Realität, wird schnell klar, dass die Bewerber oft nicht den Vorstellungen des zukünftigen Ausbilders entsprechen. „Wir haben in diesem Jahr 16 neue Lehrstellen in der Küche, im Restaurant und hinter der Rezeption ausgeschrieben. Am Ende konnten wir nur 12 besetzen“, berichtet der Direktor vom Westin Bellevue Dresden Michael Spamer, und fügt hinzu, „unsere Auszubildenden müssen in ein Vier Sterne Hotel passen. Wir brauchen junge Menschen, die offen, mit einem Lächeln im Gesicht auf unsere Gäste zugehen können und Englisch sprechen. Viele Schulabgänger, die vielleicht sogar gute Noten vorweisen können, erfüllen diese Vorraussetzungen nicht.“ Auch von einigen abschreckenden Beispielen, weiß Spamer zu berichten: „Wenn ein Bewerber mit einem Nasenring zum Vorstellungsgespräch erscheint, hat er natürlich keine Chance, genommen zu werden.“

„Wir beobachten seit einigen Jahren mit Sorge, dass eine große Zahl von Lehrstellen unbesetzt bleibt und gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung weiter verschärfen wird“, sagt IHK-Sprecher Lars Fiehler. Heutzutage würden sich gerade die guten Schulabgänger eher für ein Studium entscheiden. Darüber hinaus verschärfe sich die Altersstruktur, so dass schlicht weniger Bewerber auf den Ausbildungsmarkt drängen, so Fiehler.

Hoteldirektor Spamer kann verstehen, dass viele lieber einen akademischen Grad anstreben, als eine Lehre zu beginnen. Er verweist aber auch auf die Vorteile einer Karriere in der Hotellerie. „Vor Jahrzehnten habe ich angefangen, als Kellner zu arbeiten. Heute leite ich ein Hotel“, berichtet Spamer von seinem eigenen Werdegang. Darüber hinaus könnten Köche oder Hotelfachfrauen und -Männer wie in kaum einer anderen Branche die Welt bereisen und an vielen verschiedenen Orten arbeiten. Er ruft alle Schulabgänger auf sein Hotel beim Probearbeiten kennen zu lernen: „Viele wissen mit 16 oder 18 noch nicht, was sie mit ihrem Leben machen wollen. Da macht es Sinn, sich einmal auszuprobieren.“

Hauke Heuer

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