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Wolfsmenschen auf dem Dresdner Neumarkt: Wenn der ganze Platz diskutiert

„Ziel erreicht“ Wolfsmenschen auf dem Dresdner Neumarkt: Wenn der ganze Platz diskutiert

Die Ausstellung „Die Wölfe sind zurück“ auf dem Dresdner Neumarkt ist für Organisator Rainer Opolka schon jetzt ein voller Erfolg. „Ich habe die Dresdner als offen und freundlich erlebt“, sagte der Künstler am Montag zwischen zwei Gesprächen, die er mit Besuchern führt.

Rainer Opolka steht noch bis Mittwoch 18 Uhr für Gespräche inmitten seiner Wolfsmenschen bereit.

Quelle: sl

Dresden. Die Ausstellung „Die Wölfe sind zurück“ auf dem Dresdner Neumarkt ist für Organisator Rainer Opolka schon jetzt, zwei Tage vor Ende der Aktion, ein voller Erfolg. „Ich habe die Dresdner als offen und freundlich erlebt“, sagte der Künstler am Montag zwischen zwei Gesprächen, die er mit Besuchern führt.

Auf 2000 bis 3000 solcher Gespräche werden er und seine vier Mitstreiter es bis Mittwochabend gebracht haben, schätzt Opolka. Gut 10.000 Broschüren sind dann verteilt, über tausend Kommentare auf Leinwand gebannt, Zehntausende werden die Wolfsfiguren bestaunt haben. Die Resonanz auf die metallenen Figuren ist mehr als gut, die Reaktion der Menschen zumeist positiv, insbesondere am Wochenende. „Der ganze Platz diskutierte über die Rechtsentwicklung“, schildert Opolka. „Ziel erreicht.“

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Von Mittwoch an werden 66 bis zu zwei Meter hohe „Wolfsmenschen“ den Dresdner Neumarkt bevölkern. Die Figuren aus Bronze und Gusseisen stammen vom Künstler Rainer Opolka, der mit „Die Wölfe sind zurück“ ein Zeichen gegen Hass und Unmenschlichkeit setzen will.

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Aber auch Kritiker der Aktion und Asylgegner waren und sind willkommen und zur Diskussion mit dem Künstler eingeladen. „Wir hatten hier auch Leute, die rumschreien  -‚Der Dreck muss weg’ etwa. Im Internet wurde die Ausstellung als ‚entartete Kunst’ bezeichnet“, schildert Opolka seine Erlebnisse. Er nehme das aber nicht persönlich, Maßnahmen musste und wollte er nicht ergreifen. „Ich habe eher Mitleid.“ Man sollte diesen Menschen helfen, anstatt sie der Justiz zu überantworten. Seit Freitag sei der Anteil der kritischen Besucher aber fast auf Null gefallen. „Ich vermute, die haben gemerkt, dass wir hier Gegenhalten“, sagt er.

Rainer Opolka steht noch bis Mittwoch 18 Uhr für Gespräche inmitten seiner Wolfsmenschen bereit. Danach zieht die Karawane zunächst nach Potsdam. Mitnehmen wird er die Dankbarkeit vieler Dresdner für sein Engagement „Das war beglückend.“

Am Mittwoch ab 18 Uhr ist eine Abschlussveranstaltung mit dem Netzwerk „Dresden für Alle“ geplant, bei der Opolka von seinen  Erfahrungen in Dresden berichte. Umrahmt wird die Veranstaltung von musikalischen Beiträgen der  Sängerin der Semperoper Dresden, Tichina Vaughn.

Franziska Schmieder

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