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Wohnungsgenossenschaft Dresden-Johannstadt will Gagfah-Platte an der Nicolaistraße kaufen und sanieren

Wohnungsgenossenschaft Dresden-Johannstadt will Gagfah-Platte an der Nicolaistraße kaufen und sanieren

Seit Monaten fordern die SPD-Fraktion im Stadtrat und der Mieterverein Dresden, den Abriss der noch verbliebenen Gagfah-Wohnungen auf der Nicolaistraße 7 bis 21 in der Dresdner Johannstadt zu stoppen.

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Nach dem Abriss-Stopp will die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt eG (WGJ) den maroden Block an der Nicolaistraße 7 bis 21 kaufen und sanieren.

Quelle: D. Flechtner

Von Ralf Redemund

Jetzt einigten sich der neue Gagfah-Chef Stephen Charlton und Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) auf einen Erhalt (DNN berichteten). Und jetzt kommt sogar ein möglicher Investor aus der Deckung, der die marode Platte sofort kaufen und sanieren würde: Es ist die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt (WGJ) aus der Nachbarschaft.

"Wir interessieren uns für einen Kauf dieses Blocks, würden ihn sanieren. Er passt super in unseren Bestand", erklärte WGJ-Sprecherin Anne Pietag gegenüber DNN. Kein Wunder: Die WGJ hat in direkter Nachbarschaft, aber auch in Striesen ihre Kernbestände. "Unsere Leerstandsquote liegt unter einem Prozent", erläuterte Pietag. Zurzeit habe die WGJ 7616 Wohnungen bei 7955 Genossenschaftsmitgliedern. Die WGJ sei auf der Suche nach neuen Objekten. Die Platte an der Nicolaistraße sei eine "prima Ergänzung".

Das Interesse der Johannstädter Genossenschaft hat eine Vorgeschichte. Die WGJ wollte die Platte schon einmal kaufen und sanieren. Das sei aber mit dem Hinweis darauf abgelehnt worden, dass die Gebäude im Rahmen des Woba-Verkaufs-Vertrages abgerissen werden müssten. Bevor die WGJ-Spitze allerdings in konkrete Verhandlungen einsteigen könne, müsse der Stadtrat erst noch den Abriss-Stopp bestätigen, so die WGJ-Sprecherin. Auf der Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung am 12. und 13. Juli steht das Thema allerdings noch nicht. Es wird dann wohl erst nach der Sommerpause im Dresdner Stadtrat behandelt.

Grünen-Stadtrat Thomas Löser hält es allerdings stadtentwicklungspolitisch für einen Fehler, die DDR-Bauten an der Nicolaistraße "auf Teufel komm raus" zu erhalten. "Damit wäre eine Entwicklung dieses Quartiers im wahrsten Sinne des Wortes verbaut." Löser regt an, die erklärte Verkaufsabsicht der Gagfah aufzugreifen, und einem Investor die Möglichkeit zu geben, an dieser Stelle stadtteilverträgliche Wohnbebauung zu sozial verträglichen Mieten zu realisieren. Durch einen Rückbau - wie es der SPD-Antrag vorsehe - und eine anschließende mehrgeschossige neue Wohnbebauung wäre ein deutlich höherer Wohnanteil auf der Fläche zu erreichen. Ob da die WGJ mitmachen würde, ist unklar.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.07.2012

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