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Wohngenossenschaft Johannstadt plant Neubauprogramm

Wohngenossenschaft Johannstadt plant Neubauprogramm

Die WG Johannstadt, Dresdens fünftgrößte Wohnungsgenossenschaft (WG), will in den nächsten Jahren auf zahlreichen alten Garagenplätzen Häuser errichten.

Von christoph stephan

Wie die Vorstände Thomas Dittrich und Alrik Mutze im Gespräch mit den DNN erläuterten, wird das Unternehmen in Kürze eine "langfristige Neubaustrategie" erstellen. "Wir schauen uns auch nach geeigneten freien Grundstücken um. Allerdings ist dies alles andere als leicht, denn zumindest die Stadt bietet kaum noch welche an", sagte Mutze.

Dass sich Wohnungsgenossenschaften zunehmend auf das Neubausegment konzentrieren, ist in Dresden ein recht junger Trend. Die WG "Glückauf Süd" errichtet zum Beispiel ab Frühjahr an der Kohlenstraße/Ecke Muldaer Straße für 4,5 Millionen Euro ein Gebäude mit 47 seniorengerechten Wohnungen (DNN berichteten). Und die WG Johannstadt baut bereits bis Ende des Jahres an der Heubnerstraße in Striesen für 2,5 Millionen Euro ein Stadthaus mit zwei Drei-Raum- und sechs Vier-Raum-Wohnungen.

In den vergangenen Jahren investierten Dresdens Wohnungsgenossenschaften ihr Geld hauptsächlich in den schon existierenden Bestand. "Nach der Wende hatten wir sehr viel aufzuholen. Inzwischen sind aber alle unsere 7614 Wohnungen modernisiert, so dass wir uns jetzt mit dem Thema Neubau befassen können. Das ist auch wichtig, denn die Nachfrage junger Familien nach Vier-Raum-Wohnungen können wir zur Zeit kaum bedienen", erklärte Dittrich.

Das Sanierungsprogramm der WG Johannstadt, deren Geschichte bis ins Jahr 1957 zurückreicht, nahm seinen Anfang 1993. Zuerst wurden die heruntergewirtschafteten Häuser in Striesen östlich der Fetscherstraße auf Vordermann gebracht, sie waren größtenteils noch mit Ofenheizungen ausgestattet. "In Spitzenzeiten investierte unsere Genossenschaft mehr als 20 Millionen Euro pro Jahr in Modernisierungen", sagte Mutze.

Insgesamt steckte die WG Johannstadt seit der Wende rund 380 Millionen Euro in ihre Gebäude. Abgeschlossen wurde das ehrgeizige, 518 Häuser umfassende Sanierungsprogramm mit der Übergabe eines zu DDR-Zeiten entstandenen Blocks am Königsheimplatz im November 2010.

Das vergangene Jahr war nach Angaben der beiden Vorstände das bislang erfolgreichste für die Genossenschaft: "Wir konnten die Zahl unserer hauptamtlich Beschäftigten auf 72 erhöhen, unser Eigenkapital im Vergleich zu 2010 um fünf Millionen auf 101 Millionen Euro anwachsen lassen und die Leerstandsquote erstmals deutlich unter ein Prozent drücken", betonte Dittrich. Letzteres entspreche einem Quantensprung. Vor zehn Jahren kämpfte die WG Johannstadt noch mit einem Leerstand um die sieben Prozent.

"Natürlich profitieren wir wie alle Vermieter von dem Umstand, dass sich der Dresdner Wohnungsmarkt schließt. Sonst wären die beabsichtigten Neubauprogramme auch nicht sinnvoll. Gleichzeitig muss man feststellen, dass die Menschen die Werte einer Genossenschaft, etwa Stabilität und gegenseitiges Vertrauen, heutzutage wieder mehr schätzen als zum Beispiel in den 1990er Jahren", betonte Mutze.

Fast jeder Mieter der WG Johannstadt sei gleichzeitig eingetragenes Mitglied. "Dies hat Vorteile, man kauft Wohnsicherheit", sagte Dittrich. "Wir müssen natürlich wie jedes Unternehmen Gewinn machen. Aber bei uns werden die Gewinne im Bestand selbst reinvestiert und fließen nicht wie etwa bei der Gagfah an Aktionäre ab."

Etwa die Hälfte der Wohnungen der Genossenschaft befindet sich in Hochhäusern und dies halten die Vorstände für alles andere als schlimm: "Wir stehen zur Platte. Sie ist variabel, beständig und im sanierten Zustand unschlagbar beim Thema Betriebskosten."

www.wgj.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.02.2012

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