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Wohngebiet ?An der Windmühle? in Dresden-Prohlis nimmt an bundesweitem Wettbewerb teil

Wohngebiet ?An der Windmühle? in Dresden-Prohlis nimmt an bundesweitem Wettbewerb teil

Dann trifft in der Siedlung "An der Windmühle" eine fünfköpfige Jury ein, um das kleine Wohngebiet gleich neben den Plattenbauten von Prohlis nach den fünf Kriterien Energieeffizienz, Generationentauglichkeit, Klimaschutz, Ökonomie und sozialem Engagement zu bewerten.

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Die Siedlung "An der Windmühle" Dresden-Niedersedlitz e.V. gehört zum Ortsamtsbereich Prohlis. Einfamilienhäuser mit kleinen Gärten prägen das Bild.

Quelle: Dietrich Flechtner

Am Freitag wird es ernst. Die Siedler, organisiert in einem Verein, nehmen am bundesweiten Wettbewerb "Wohneigentum - heute für morgen" teil und treten gegen 14 andere Gemeinschaften an - mit teilweise ungleichen Voraussetzungen.

"Bei uns geschieht alles in Eigenleistung. Wie haben kein großes Unternehmen, das uns finanziell stärkt, wie das bei einigen Teilnehmern vor allem aus dem Westen der Fall ist", erzählt Christoph Neumann, der selbst in der Siedlung wohnt und im Vorstand des Vereins sitzt. Bestes Beispiel: Das Vereinshaus. Das Grundstück an der Antonin-Dvorak-Straße fiel nach der Wende an den Staat. Die Siedler haben die rund 200000 Euro für den Rückkauf selbst aufgebracht. Momentan befindet sich dort eine Baustelle. Das alte Vereinshaus ist so marode, dass es nun abgerissen und neu gebaut werden muss. "Auch das machen wir alles selbst. Zu unserer Gemeinschaft gehören auch viele Handwerker, so dass wir das meiste selbst erledigen können", erklärt Neumann stolz.

Genau das prägt auch das Leben in der 1937 entstandenen Siedlung. Die rund 380 Bewohner helfen sich gegenseitig und veranstalten gemeinsam Feste und Wandertage, die auch für Nicht-Einwohner offen sind. Für sozial schwache Familien beispielsweise aus den benachbarten Wohnblöcken werden spezielle Angebote konzipiert, um ihnen eine unbeschwerte Teilnahme zu ermöglichen. Ein großes Thema ist auch die Energieeffizienz. Das Wohngebiet ist mit Erdgas erschlossen, Fotovoltaik, Solar- und Geothermie werden genutzt. Vielfach sind Fassaden und Dächer begrünt, Rückhaltebecken fangen Regenwasser auf, auf vielen Grundstücken sind Nisthilfen für Vögel und Insektenhotels zu finden.

In allen Kriterien können die "Windmühlensiedler" punkten und räumten damit 2012 den ersten Platz im Landeswettbewerb ab. Nun soll es auch bundesweit klappen. Die Siegerehrung findet am 28. Juni in Berlin statt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.04.2013

Schmieder, Franziska

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