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Wohnen in Dresden wird immer teurer - Mieten sind seit 2007 um 20 Prozent gestiegen

Wohnen in Dresden wird immer teurer - Mieten sind seit 2007 um 20 Prozent gestiegen

Viele Dresdner überlegen es sich mittlerweile zwei Mal, ob sie sich innerhalb der Stadt eine neue Wohnung suchen sollten oder nicht. Denn die durchschnittlichen Nettokaltmieten haben sich seit 2007 um 20 Prozent erhöht - auf nun 6,86 Euro pro Quadratmeter, wie Wulff Aengevelt, einer der beiden geschäftsführenden Gesellschafter der deutschlandweit tätigen Maklergesellschaft "Aengevelt", betont.

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Beurteilung der Wohnlagen rund ums Dresdner Zentrum - je dunkler, desto besser.

Quelle: Capital Immobilien-Kompass 2013

Während er im Immobilienstandort Dresden außergewöhnlich viel Potenzial sieht, gießen die Redakteure des Magazins "Capital" im aktuellen "Immobilien-Kompass" Wasser in den Wein. Sie glauben nicht, dass es auf dem Markt in Zukunft so flott weitergeht wie in den vergangenen zwei Jahren.

Sind die Mieten in anderen Städten auch so stark gestiegen?

Nicht in vielen. Zwar hat die Bundeshauptstadt Berlin in den vergangenen sechs Jahren einen noch größeren Sprung als Dresden gemacht, denn dort bewegen sich die Durchschnittsmieten mittlerweile bei 9,11 Euro pro Quadratmeter (plus 37 Prozent). Ganz anders sieht es aber zum Beispiel in Leipzig aus. Die Bewohner der Messestadt zahlen mit 5,58 Euro nicht nur über einen Euro weniger pro Quadratmeter als die Dresdner, an der Pleiße sind die Mieten seit 2007 sogar leicht gesunken um 0,4 Prozent, was Wulff Aengevelt vor allem auf die vielen teilsanierten Wohnungen in Leipzig zurückführt.

Dresden wächst und Wohnraum wird immer knapper. Ist es also Zeit für ein großes Neubauprogramm?

Dies ist im Grunde genommen schon in Gang gekommen, allerdings nicht in ausreichendem Maße. Im vergangenen Jahr wurden in Dresden reichlich 1000 Genehmigungen für Wohnungsneubauten ausgestellt. Das sind einerseits19 Prozent weniger als 2011, andererseits müssten in Dresden nach Berechnungen des Instituts "empirica" jährlich noch 500 Wohnungen mehr entstehen, um der großen Nachfrage in der Stadt gerecht zu werden. Denn bis 2025 erwarten die Analysten von Aengevelt 554000 Einwohner (aktuell 535000) und 302000 Privathaushalte (aktuell 290000).

Mit Blick auf den momentanen Bauboom ist Dresden anscheinend bei Investoren beliebt, oder?

Das ist richtig und liegt vor allem an den überdurchschnittlich hohen Renditen, die sie in der sächsischen Landeshauptstadt erzielen können. Die Spanne reicht von 5,5 Prozent in sehr guten Lagen wie der Altstadt, Blasewitz, Loschwitz und Striesen bis hin zu knapp 7,5 Prozent in einfachen Lagen wie der Friedrichstadt. "Vor allem Stadtteile wie Plauen mit viel Nachfrage und derzeit wenig Angebot, aber auch Gegenden nahe der Heide bieten viel Potenzial für Neubauten", meint Aengevelt. Kehrseite der Medaille sei natürlich, dass Wohnen in Dresden immer teurer wird, weil neu gebaute Wohnungen in der Regel sehr hochwertig sind und die Anforderungen der Energieeinsparverordnung erfüllen müssen.

Wie beurteilen andere den Dresdner Immobilienmarkt?

Das Fachmagazin "Capital" ist weniger optimistisch als Aengevelt und spricht von "gebremsten Elan". Die Preise für Wohnungen würden in Zukunft nicht mehr so stark steigen wie in den vergangenen zwei Jahren. "Die Einkommen weisen keine signifikanten Zuwächse auf. Täten sie es, würden die Preisanstiege höher ausfallen", zitiert das Magazin den Chef des Maklerverbands IVD Mitte-Ost, Karl-Heinz Weiss. Dies sei allgemein ein mitteldeutsches Problem. Weiss hält auch die Diskussion um Wohnraummangel für übertrieben: "Dies ist zum Teil eine gefühlte Knappheit. Die Dresdner bekommen nur nicht mehr genau die Wohnlagen, die sie für ihr Geld erwarten", betont Weiss.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.04.2013

Christoph Stephan

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