Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 2 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+
Wohnen im Hochwassergebiet: Stadt unterstützt Investoren in Kaditz/Mickten

Wohnen im Hochwassergebiet: Stadt unterstützt Investoren in Kaditz/Mickten

Die Landeshauptstadt Dresden bietet Investoren, die auf dem freien Areal zwischen Elbepark und Flutrinne Wohngebäude errichten wollen, jede mögliche Unterstützung an.

Das erklärte jetzt Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) gegenüber DNN. Es würden gegenwärtig Gespräche zu mehreren Grundstücken mit Investoren laufen. In enger Abstimmung mit einem Eigentümer laufe bereits ein Bebauungsplanänderungsverfahren für einen Teilbereich. "Das dient dazu, das bestehende Baurecht an die in einem neuen Masterplan formulierten, heutigen Bedürfnissen entsprechenden Ziele für Mickten anzupassen."

Marx widersprach der Auffassung von FDP-Stadtratsfraktionsvorsitzendem Holger Zastrow, dass sich die Stadt nicht genügend für das Bauland an der Flutrinne engagiere (DNN berichteten). Zastrow hatte gefordert, dass die Stadt zügig die Voraussetzungen für die Bebauung des Gebietes rund um die Kötzschenbroder Straße schaffe. "Baurecht besteht über den Bebauungsplan Nummer 110, der seit 2001 rechtskräftig ist", bestätigt Marx die Erkenntnisse von Zastrow, dass die Planungen für das Areal weit vorangeschritten seien. Warum noch keine Häuser entstanden sind, könne aber nicht die Stadt erklären, so Marx. "Diese Frage wäre in erster Linie den privaten Grundstückseigentümern zu stellen."

Der Baubürgermeister weist auf einen kleinen Fakt hin, den Zastrow so nicht in den Mittelpunkt seiner Argumentation gestellt hatte: Das Gebiet liegt vollständig im Überschwemmungsgebiet der Elbe. "Deshalb ist eine hochwasserangepasste Bauweise erforderlich." Im Wesentlichen, so Marx, gehe es dabei um eine hochwassersichere Höhenlage des Gebäudes, die Unterbringung der sicherheitsrelevanten Einrichtungen wie Technik und Hausanschlussräume oberhalb des prognostizierten Hochwasserstandes und das Verbot des Umgangs mit wassergefährdenden Stoffen. Sprich: Ölheizungen dürften in überschwemmungsgefährdeten Bereichen nicht eingebaut werden.

Insofern dürfte das Vorhandensein von ausreichend Baugrundstücken in hochwassersicheren Lagen dazu geführt haben, dass die Lage an der Flutrinne weder für Investoren noch für potenzielle Käufer von Eigentumswohnungen oder Mieter interessant war. Was sich mit dem weiteren Wachstum von Dresden ändern könnte. So soll im September im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau über den Bebauungsplan für ein fünf Hektar großes Teilstück diskutiert werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.08.2015

Thomas Baumann-Hartwig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
29.04.2017 - 21:03 Uhr

Rückschlag im Abstiegskampf der Landesklasse Ost für den Dresdner SC: In Neustadt an der Spree waren die Friedrichstädter letztlich ohne echte Chance und verloren 0:4.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.