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Wo bleibt der Mensch in der Smart City? - Experten diskutieren in Dresden

Wo bleibt der Mensch in der Smart City? - Experten diskutieren in Dresden

Wenn von der Stadt der Zukunft die Rede ist, fällt schnell der Begriff "Smart City". Auch in Dresden. Die komplett vernetzte, technisch und ökologisch optimierte und bis in den Wohnbereich hinein automatisierte Kommune werde jedoch zu einseitig aus technischer Sicht geplant, meinen die Teilnehmer einer Konferenz des Kompetenzzentrums Kultur und Kreativwirtschaft des Bundes.

Unter dem Motto "Pop-up: Die kreative Stadt von übermorgen" hatten sie sich gestern in der Co-Box auf der Königsbrücker Straße getroffen. Es war die erste Veranstaltung in den Räumen, die im Gewerbegebiet "Zeitenströmung" für fünf Jahre Anlaufstelle für Dresdner Kreative sein werden. Betreiber ist die Galerie Module GbR von Verena Andreas und Torsten Rommel.

Kreative Stadtteile sind nicht am Reißbrett planbar, war eine Quintessenz der Veranstaltung, die Vermittlung von Immobilien an die sehr kleinteilige Kreativwirtschaft ist kein profitables Geschäft, eine andere. Trotzdem, so Nadine Weise vom Bundes-Kompetenzzentrum, sei die Kreativwirtschaft häufig Ideengeber und Tester neuer Konzepte für Arbeit, Leben und Mobilität.

Ausweg aus dem Dilemma ist nach Ansicht der Konferenzteilnehmer die Zwischennutzung leerstehender Immobilien, bis ein Investor gefunden ist. Beispiele gibt es in Dresden bereits - wie den Pop-up-Store "Hy!" in der Centrum Galerie, der in kurzen Abständen die Mieter wechselt, oder eine Immobilie am Jagdweg, in der viele Künstler und Handwerker für Auslastung sorgen, so günstige Mietpreise ermöglichen - vermittelt von der Galerie Module. Den Mangel an Raumangeboten und fehlenden Zugang zum Immobilienmarkt sieht Rommel als Knackpunkt in Dresden. Weil der neue Handlungsleitfaden zur Kreativraumförderung der Stadt dies zu wenig berücksichtige, hatte er ihn vor einem Monat heftig kritisiert. Gestern klang seine Kritik schon kreativer. Man müsse bei den Förderrichtlinien noch an einigen Stellschrauben drehen, aber Dresden böten sich durch private Initiativen auch Chancen. Agenturen wie seine, so Rommel, könnten die zeitweilige Vermittlung leerstehender kommunaler Immobilien als Dienstleistung anbieten - vorausgesetzt, im Rathaus freunde man sich mit einer Kofinanzierung an. Das sei sicher weniger kostspielig als allein von der Kommune gestemmte Lösungen wie die Zwischenzeitzentrale in Bremen, sagt er.

Unterstützung für Dresdens Kreative kam von Stefan Brangs, Staatssektretär im Wirtschaftsministerium. Auch das Amt für Wirtschaftsförderung war vertreten. Leider hatten die Stadtplaner wegen Urlaubs abgesagt. Gute Nachrichten: Einzel-, kleine und mittlere Unternehmen können sich mit Unterstützung des "Wir gestalten Dresden e. V." noch bis zum 30. Juli für eine Förderung zwischen 500 und 5000 Euro bewerben. Und am 4. September 2015 wird es zum ersten Mal eine bundesweite "lange Nacht" der Kultur- und Kreativwirtschaft geben.

www.dresden.de/kreativ

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.07.2015

Holger Grigutsch

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