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Wissenschaftler der TU Dresden protestieren gegen Arbeitsbedingungen

Traumjob Wissenschaft Wissenschaftler der TU Dresden protestieren gegen Arbeitsbedingungen

Am Montagnachmittag haben wissenschaftliche Mitarbeiter der TU Dresden auf dem Campus ihre Hoffnung auf ein besseres Arbeitsverhältnis unter dem Motto „Traumjob Wissenschaft 2015 – 2065“ zeremoniell „begraben“.

Quelle: August Modersohn

Dresden. Am Montagnachmittag haben wissenschaftliche Mitarbeiter der TU Dresden auf dem Campus ihre Hoffnung auf ein besseres Arbeitsverhältnis unter dem Motto „Traumjob Wissenschaft 2015 – 2065“ zeremoniell „begraben“. Rund 40 Teilnehmer versammelten sich hinter der Sächsischen Landesbibliothek, um ein Zeichen gegen ihre Arbeitsverhältnisse zu setzen. 

„Wir richten uns mit der Aktion gegen die enttäuschenden und halbherzigen politischen Reaktionen auf die prekären Verhältnisse von Angestellten im akademischen Mittelbau“, erklärt Anja Weber, eine Sprecherin der Mittelbauinitiative (MID) an der TU Dresden. 90 Prozent der Beschäftigten sind derzeit befristet angestellt, viele davon haben Verträge, die kürzer als ein Jahr andauern. Grund dafür ist die Planungsunsicherheit auf Seiten der Universität. Das Land Sachsen vergibt die Mittel für die Universität jährlich, sodass die Universität kaum längerfristige Verträge anbieten kann.

Der Mittelbau der TU Dresden protestiert

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„Die wirklichen Probleme liegen in der Politik, auf Landesebene“, sagt Tino Heim, einer der Mitorganisatoren. Es gebe zwar einen aktuellen Gesetzesentwurf, dieser ändere allerdings wenig am Kern des Problems. Doch auch die Universität mache nicht das Beste aus den sich bietenden Möglichkeiten. „So gibt es doch keinen Grund, jemandem Jahr für Jahr Einjahresverträge zu unterbreiten, wenn das Geld für länger andauernde Arbeitsverhältnisse da ist“, meint Heim weiter.

Die MID stand deshalb seit 2014 in Verhandlungen mit der Führung der TU Dresden. Man wollte sich auf eine Beschäftigungsvereinbarung, wie es sie schon an mehreren Universitäten in Deutschland gibt, einigen. In diesen Vereinbarungen wird den Angestellten eine Vertragsdauer von zwei bis drei Jahren zugesichert. „So werden Arbeitsverhältnisse gesichert, die keinen künstlichen Druck mehr erzeugen und somit nicht zum überhasteten Veröffentlichen von Halbwissen zwingen“, erklärt Heim. Doch sowohl im letzten, als auch in diesem Jahr wurden die Verhandlungsgespräche abgebrochen, eine Einigung ist nicht in Sicht.

Die Mitarbeiter wehrten sich also heute im Zuge der Zeremonie gegen Politik und Universitätsleitung. In einer Zeitkapsel, die die nachgeborenen Wissenschaftler im Jahr 2065 öffnen sollen, wurden Dokumente wie die geforderte Beschäftigungsvereinbarung und Gesetze aus dem Arbeitsrecht vergraben. Nach einer Grabrede und dem obligatorischen Erdwurf wurde mit Sekt angestoßen – auf eine ungewisse Zukunft.

am

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