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"Wir wollen Alleinstellungsmerkmale" - ein Gespräch mit Centermanager Stefan Dorster

"Wir wollen Alleinstellungsmerkmale" - ein Gespräch mit Centermanager Stefan Dorster

Viele hatten die Centrum-Galerie schon als Fehlinvestition abgeschrieben. Deutlich zu früh: Heute öffnen in dem Einkaufstempel mit dem Konsum und der spanischen Modekette Bershka zwei neue Geschäfte, am Sonnabend folgt die Modemarke Pepe Jeans.

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Feinschliff an der Centru-Galerie: Centermanager Stefan Dorster vor der Primark-Filiale, die am 20. November öffnet.

Quelle: Dietrich Flechtner

Die DNN sprachen mit Centermanager Stefan Dorster über die Potenziale des Standortes auf der Prager Straße.

Respekt, Herr Dorster: So lange wie Sie hat es noch kein Centermanager in der Centrum-Galerie ausgehalten. Sind Sie besonders leidensfähig?

Stefan Dorster: Ich bin leidensfähig. Aber das ist in der Centrum-Galerie nicht gefragt. Wir haben eine Zeit hinter uns gebracht, in der nicht nur etwas auf Papier geplant wurde, sondern in der wir es auch umsetzen konnten. Der Umbau der Galerie hat länger gedauert als geplant, aber wir wollten auch etwas Nachhaltiges machen. Kurzum: Ich arbeite sehr gerne hier.

Als Sie im April des vergangenen Jahres angetreten sind, haben Sie gesagt, die Centrum-Galerie sei ein Rohdiamant, der geschliffen werden müsse. Wie weit sind Sie mit dem Schleifen?

Wir sind beim Feinschliff. Zuerst wurde grob geschliffen, wir mussten das Obergeschoss umgestalten. Da wurden die Brücken abgerissen und die Rolltreppen so geändert, dass die Besucher an den Geschäften vorbeigehen. Jetzt arbeiten wir mit extrafeinen Bohrern und positionieren uns da, wo wir immer hinwollen.

Wieviel hat der Umbau gekostet?

30 Millionen Euro.

Viel Geld für ein Haus, das für 290 Millionen Euro gebaut und 2009 eröffnet wurde. Hat es sich gelohnt?

Wir wollen ein Haus, das unverwechselbar ist, das Alleinstellungsmerkmale besitzt. Im November eröffnet das Kosmetikkonzept Les Bellista zum ersten Mal einen Shop in Deutschland - bei uns. Pepe kommt das erste Mal in die neuen Bundesländer, Bershka auch. Am 20. November öffnet die irische Modekette Primark erstmals eine Filiale in den neuen Ländern.

Wie schwierig war es, Primark von der Centrum-Galerie zu überzeugen?

Wir haben uns gegenseitig überzeugt. Primark analysiert ja auch den Standort. Wir haben eine 1A-Lage. Das gab den Ausschlag.

Andere hätten Primark auch mit Kusshand genommen...

Aber man muss auch erst mal 9600 Quadratmeter Fläche zur Verfügung haben. Und das in dieser Lage.

Die Galerie hat 64 000 Quadratmeter Verkaufsfläche. 2012 waren 70 Prozent vermietet. Wie sieht es jetzt aus?

Wir liegen bei 90 Prozent. Da fehlt nicht mehr viel zur Vollvermietung und wir führen aussichtsreiche Gespräche mit neuen Mietern. Einige eröffnen bis Ende des Jahres, um das Weihnachtsgeschäft mitzunehmen. Andere brauchen noch etwas Zeit.

Sie haben im Obergeschoss das "längste Schaufenster Dresdens" errichtet. Wann ist es voll vermietet?

Da fehlen nur noch ein paar ganz kleine Flächen. Das ist bald so gut wie voll.

Wie hat sich die Kundenfrequenz entwickelt? Sie wollten ja mal 30 000 Besucher pro Tag erreichen.

Das schaffen wir auch schon an mehreren Tagen in der Woche, wenn auch noch nicht an jedem Tag. Am Wochenende ist es noch mehr. Die Frequenz war sogar während der Bauzeit sehr gut. Und mit jedem neuen Geschäft, das jetzt öffnet, werden die Kundenströme weiter zunehmen.

Was ist mit den Räumen an der Gebäuderückseite, die Kentucky Fried Chicken gemietet hatte?

Das ist ein schöner Platz mit dem Springbrunnen, aber nichts für ein gastronomisches Konzept, das von Laufkundschaft lebt. Wir suchen einen Mieter, der dort etwas für Stammkunden aufbauen kann.

Der Konsum ist 2012 mit Pauken und Trompeten ausgezogen, das Tischtuch war nach diversen Klagen zerschnitten. Jetzt kehrt er zurück. Hätten Sie das für möglich gehalten?

Die Vergangenheit kenne ich nicht, das war vor meiner Zeit. Ich weiß aber, dass der Konsum immer an der Centrum-Galerie festgehalten hat und wir sehr froh sind, einen regionalen Anbieter präsentieren zu können. Viele Kunden haben sich wieder einen Konsum bei uns gewünscht.

Welche Rolle spielt das Parkhaus für die Centrum-Galerie?

Das Parkhaus war schon immer gut ausgelastet. Wir bieten 1057 innerstädtische Parkplätze. Das ist ein Renner. Vor allem auch in der nahen Zukunft, wenn im Zentrum immer mehr Parkplätze wegfallen.

Die neue Stadtratsmehrheit will die Einkaufssonntage streichen. Was halten Sie davon?

Das ist absolut ungerechtfertigt. Dresden möchte sich als weltoffene Stadt präsentieren, da sind diese Pläne kontraproduktiv. Vier Einkaufssonntage im Jahr sind schon nicht viel. Die sind ganz, ganz wichtig. Wer das streichen möchte, denkt nicht wirtschaftlich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.10.2014

Thomas Baumann-Hartwig

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