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"Wir drücken die Daumen" - Dresdner Bergsteiger sammeln Spenden für Erdbeben-Opfer in Nepal

"Wir drücken die Daumen" - Dresdner Bergsteiger sammeln Spenden für Erdbeben-Opfer in Nepal

Nach dem gewaltigen Erdbeben im Himalaya mit mehr als 3900 Toten kommen Hilfsgüter aus aller Welt in Nepal an. Aus Deutschland haben Hilfsorganisationen tonnenweise Unterstützung geschickt: Zelte, Nahrungsmittel, Medikamente.

Auch in Dresden ist die Bereitschaft zur Hilfe groß. So stellt beispielsweise die sächsische Landeskirche 10 000 Euro als Soforthilfe für die Erdbeben-Opfer in Nepal bereit. Auch die in Dresden ansässige Hilfsorganisation arche noVa stellt 10 000 Euro aus ihrem Nothilfe-Fond zur Verfügung.

Besonders groß ist die Sorge bei Dresdens Bergsteigern. So zeigte sich Götz Wiegand, Reisejournalist, Alpinist und Vorsitzender der Sächsischen Himalaya Gesellschaft, äußerst betroffen. "Wir sind von den Geschehnissen völlig überrollt und drücken allen Menschen vor Ort die Daumen", so der Dresdner. Bisher weiß er nur, dass seine Freunde und Bekannten, die in der Region leben, in Sicherheit sind. "Ihnen geht es den Umständen entsprechend gut", so Wiegand. Umso positiver waren für ihn die zahlreichen Anrufe, die der Bergsteiger am Sonntag erhalten hat. "Viele wollten unbedingt helfen." Deshalb hat er im Namen der Himalaya Gesellschaft ein Spendenkonto eingerichtet. Außerdem will er im September und Oktober unbedingt mit zwei Reisegruppen nach Nepal fliegen. "Der Tourismus muss unbedingt aufrecht erhalten werden. Er ist eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes."

Auch Markus Walter, Vorsitzender des Alpinclubs Sachsen, würde am liebsten sofort in den Flieger steigen, um vor Ort zu helfen. 26 Mal war er bereits in Nepal, hat dort viele Freunde. "Leider fliege ich beruflich am Mittwoch nach Indien, 500 Kilometer entfernt vom Epizentrum", so der Bergsteiger und Reiseveranstalter. Auch sein Verein ist bereits dabei, Spenden zu sammeln. "Wir haben das Spendenkonto, mit dem wir 2005 für die Opfer des Erdbebens in Pakistan gesammelt haben, kurzerhand umbenannt", erzählt der Dresdner. Er hofft auf eine große Resonanz. "Beim letzten Aufruf hatten wir mit maximal 10 000 Euro gerechnet. Insgesamt floss eine viertel Million auf dem Konto ein", berichtet Walter. Mit den Geldern konnten damals zwei Schulen in Sakargah wieder aufgebaut werden.

Deshalb ist er zuversichtlich, dass auch dieses Mal genügend Spenden zusammen kommen, um den Einheimischen zu helfen. "In Kathmandu leben zwei Freunde von uns. Außerdem ist einer unserer Reiseleiter vor Ort. Wir werden versuchen, sie mit Geldern zu unterstützen, so dass beispielsweise Medikamente, Kleidung und Lebensmittel gekauft werden können", erklärt der Bergsteiger, der außerdem Geschäftsführer von Diamir Erlebnisreisen ist. "Wir hatten auch gerade eine Reisegruppe von 65 Personen vor Ort. Gott sei Dank ist niemandem etwas passiert." Nun kann auch er nur noch hoffen, dass sich die Lage entspannt und keine Nachbeben folgen. "Zu allem Unglück ist das Wetter in Nepal auch noch furchtbar. Es ist wirklich ein Kampf um das eigene Leben."

Neben dem bereits gestern veröffentlichten Spendenkonto des Alpinclubs Sachsen können Sie auch bei der Sächsischen Himalaya Gesellschaft spenden: Commerzbank Dresden (vormals Dresdner Bank), BLZ: 850 800 00, Konto: 01 999 801 00.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.04.2015

Nadine Steinmann

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