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"Wir brauchen Hebammen" - 1300 Dresdner demonstrierten für den Erhalt des Hebammenberufs

"Wir brauchen Hebammen" - 1300 Dresdner demonstrierten für den Erhalt des Hebammenberufs

„Wir wollen eine Zukunft mit Hebammen“. Unter diesem Motto versammelten sich am Montagnachmittag rund 1300 Demonstranten, um gegen das drohende Berufsverbot für die Geburtshelferinnen zu kämpfen.

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Quelle: Julia Vollmer

Wie DNN-Online bereits berichtete, hatte die letzte Versicherung, die bislang eine Haftverpflichtversicherung für Hebammen anbot, angekündigt zu Juli 2015 aus der Versicherung auszusteigen. Da diese Versicherung für freiberufliche Hebammen aber verpflichtend ist, kommt das einem Berufsverbot gleich.

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Hebammen demonstrieren für den Erhalt ihres Berufes

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Schon ab Juli diesen Jahres müssen die Hebammen rund 5000 Euro Prämien an die Versicherung pro Jahr zahlen, viele Geburten betreuen sie also nur, um die Prämie zu decken. Organisiert vom Hebammenverband e.V. rief die Demo auf, die Selbstbestimmung der Frauen zu wahren und das Recht, selbst zu entscheiden, wo der Nachwuchs zur Welt kommt. Bislang können werdende Mütter wählen, ob sie ihr Kind daheim, im Geburtshaus oder in der Klinik zur Welt bringen möchten. Sollte sich das Berufsverbot für freiberufliche Hebammen tatsächlich durchsetzen, wären alle Frauen gezwungen, im Krankenhaus zu gebären. Die Rednerinnen der Kundgebung Stefanie Möller vom Hebammenhaus auf der Louisenstraße und Esther Böbel und viele andere setzen sich in ihren Beiträgen auch für bessere Betreuungsbedingungen in den Klinken ein. Die Beleghebammen in den Krankenhäusern müssten zum Teil zu viele Frauen parallel betreuen, das ginge langfristig immer zu Lasten der Qualität. „Eine Hebamme ist so viel mehr als nur eine reine medizinische Betreuung unter der Geburt. Ich hätte um keinen Preis der Welt auf meine Vor- und Nachsorgehebamme verzichten wollen, die während ihrer Hausbesuche für alle meine Probleme ein offenes Ohr hatte“, erzählt Marie, Mutter von zwei Kindern.

"Sachsen braucht endlich Klarheit in Form von gesicherten Daten und Zahlen zur Versorgung mit Hebammenhilfe. Versorgungslücken müssen erkannt werden, damit sich jede Frau frei entscheiden kann, ob sie ihr Kind im Krankenhaus, im Geburtshaus oder zu Hause gebären möchte", fordert auch Elke Herrmann, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag. "Hebammen stellen eine unerlässliche Hilfe und Unterstützung für die Betreuung und Beratung werdender Mütter und Väter dar. Sie brauchen in dieser schwierigen Situation, bei dem Kampf um den Erhalt ihres Berufsstandes, unsere politische Rückendeckung", so Herrmann weiter.

Julia Vollmer

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