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Winterschlussverkauf in Dresen beginnt - Interesse hält sich in Grenzen

Winterschlussverkauf in Dresen beginnt - Interesse hält sich in Grenzen

Der freiwillige Winterschlussverkauf hat begonnen. Freiwillig, weil die Händler seit 2004 selbst entscheiden können, ob sie in den kommenden zwei Wochen die Preise reduzieren wollen.

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Viele Geschäfte werben schon seit einiger Zeit mit stark reduzierter Ware. Der erste Winterschlussverkaufstag zog jedoch nur wenige Kunden an.

Quelle: Dietrich Flechtner

Das ermöglicht Rabattaktionen auch an allen anderen Tagen im Jahr. "Die Zeit des klassischen Winterschlussverkaufs ist schon lange vorbei", meint Karstadtfilialleiter Wolfgang Wirz und vermutet, dass sich auch die Kunden nicht mehr nach diesem Termin richten. Aber stimmt das? Existiert die alljährliche Rabattaktion nicht mehr, oder lebt sie in den Köpfen der Menschen weiter?

"Ach, das ist heute?", sind die Freundinnen Imke Raiega, Nele und Lea Beier überrascht, während sie mit vollen Tüten von einem Geschäft in das nächste ziehen. Dass sie sich für ihren Einkaufsbummel gerade den ersten Tag des Schlussverkaufes ausgewählt haben, ist den Teenagern nicht bewusst. "Es ist nicht mehr los als sonst und Schnäppchen gibt es doch immer", erklären die drei. Ein Blick über die Prager Straße bestätigt ihre Einschätzung. Die Menschenmassen fehlen. Nur vereinzelt halten Passanten mehrere Tüten in der Hand. Die meisten scheinen nur zum Schauen durch die Straßen zu ziehen. Großer Ansturm sieht anders aus. Auch an den Schaufenstern ist nicht immer erkennbar, dass gerade Schnäppchenzeit herrscht.

"Mir fehlen die Wühltische nicht", meint eine ältere Frau, die gerade aus einem Geschäft kommt, über dessen Eingangstür ein Schild mit der Aufschrift Winterschlussverkauf prangt. Früher, so sagt sie, hätte es mehr Ramsch gegeben. Doch heute wäre das besser, da die Käufer immer Schnäppchen bekommen könnten. "Vor dem Wegfall des Rabattgesetzes durften wir unsere Ware nur während des Schlussverkaufs reduzieren. Das war für uns und die Kunden sehr knapp", erklärt Karstadtfilialleiter Wirz und bestätigt, dass sich diese Veränderung für die Käufer vorteilhaft auswirkt. Schon im Dezember fielen hier die Preise um 30, 50 und jetzt um bis zu 70 Prozent. "Wir wollen die alte Ware unbedingt los werden, damit die Frühjahrsmode Platz hat und wir nichts teuer einlagern müssen", so Wirz.

Und an Wintermode mangelt es in den Geschäften nicht. Die milden Temperaturen im November und Dezember sorgten dafür, dass warme Jacken und Winterschuhe liegen geblieben sind. "Bei diesen Artikeln lohnt es sich auf jeden Fall, in den kommenden Wochen auf den Preis zu schauen", meint David Penndorf vom Centermanagement der Altmarkt Galerie, der besonders am Wochenende viele kaufkräftige Kunden erwartet. Auch im Elbepark konnten Käufer schon seit vorletzter Woche auf Schnäppchenjagd gehen. "Der Schlussverkauf ist bei uns sehr gut angelaufen. Natürlich kommt uns die derzeitige Kälte zu Gute", sagt Centermanager Christian D. Danne.

Am Montagnachmittag blieben die Schnäppchenjäger jedoch sichtbar zu Hause. Und dann gibt es ja auch noch jene, die gar nicht auf die Preise schauen. "Wir kaufen was uns gefällt, egal zu welcher Zeit", meinten gestern drei ältere Damen aus Dresden lachend.

Marleen Hollenbach

Mit dem Wegfall des Rabattgesetzes im Jahr 2004 sind die zweiwöchigen Sommer- und Winterschlussverkäufe für die Händler freiwillig. Dennoch orientieren sich viele Kunden und Händler weiterhin an den ehemals festgeschriebenen Terminen. Mit Rabatten von bis zu 70 Prozent wollen die Einzelhändler Käufer anlocken und Platz für die neue Frühjahrsmode schaffen.

Nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland beteiligen sich bundesweit rund drei Viertel der 400 000 Einzelhändler am freiwilligen Schlussverkauf.

Wichtig: Auch für reduzierte Produkte gilt das Gewährleistungsrecht. Bei Schäden an der Ware ist der Händler zum Umtausch verpflichtet.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.01.2012

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