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Wiederholungstäter wegen Vergewaltigung vor Gericht

"Hör auf zu schreien oder ich bring dich um!" Wiederholungstäter wegen Vergewaltigung vor Gericht

Die Aussage "Der Täter kehrt immer an den Tatort zurück" stimmt zumindest im Fall von Rene M. Der 44-Jährige hat am 16. August dieses Jahres im Alaunpark eine Frau vergewaltigt.

Dresden. Die Aussage "Der Täter kehrt immer an den Tatort zurück" stimmt zumindest im Fall von Rene M. Der 44-Jährige hat am 16. August dieses Jahres im Alaunpark eine Frau vergewaltigt. Die 32-Jährige konnte flüchten, ließ aber ihren Rucksack zurück. Den entsorgte der Angeklagte im Jägerpark, fuhr dann zurück, ging noch einmal zum Tatort im Alaunpark und erlebte eine böse Überraschung. Dort standen das Opfer und ein Mann. Die Frau hatte ihren Freund alarmiert und beide waren, wegen des Rucksacks mit Geldbörse und Ausweisen, noch einmal zurück gekommen. Gegen die Frau hatte sich der Angeklagte durchsetzten können, gegen den Mann nicht. Rene M. wurde festgehalten, bis die Polizei kam.

Jetzt muss er sich vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, in jener Nacht die Frau im Park attackiert, zu Boden geworfen, ihr Jeans und Slip heruntergezogen, ihr den Finger in die Scheide gerammt und sich dabei selbst befriedigt zu haben - strafbar als Vergewaltigung. Die 32-Jährige hatte sich zwar vehement gewehrt, aber gegen den kräftigen Angeklagten keine Chance. Zudem drohte er ihr noch: "Halt die Klappe! Hör auf zu schreien oder ich bring dich um."

Rene M. hatte im Vorfeld angekündigt, sich einzulassen. Was dann kam, war aber ein deutliches "Jein". Ja, er sei hinter ihr hergerannt, habe sie umgestoßen und an den Brüsten berührt. Er habe auch versucht, ihr die Hosen herunter zuziehen, was aber nicht gelungen sei. Viel mehr sei aber eigentlich gar nicht passiert. Nach einem Schwatz und einer Zigarette sei sie dann gegangen und er weggefahren. Später sei ihm aufgegangen, dass das nicht nett war, was er da getan hatte und er sei noch einmal zurückgekehrt, um sich zu entschuldigen. Bitte? Märchen im Advent sind ja ganz nett, aber diese Geschichte ist einfach unglaubwürdig.

Vielleicht hat er wirklich auf eine Bewährungsstrafe gehofft. Allerdings machte ihm die Kammer unter Vorsitz von Joachim Kubista klar, dass daraus nichts wird - nicht bei seinen Vorstrafen. Der 44-Jährige wurde, gemeinsam mit zwei Kumpanen, auch schon einmal wegen Geiselnahme und gemeinschaftlicher Vergewaltigung verurteilt. Das Trio hatte 1996 eine junge Frau mit ihrem Auto von der Straße abgedrängt, sie in einen vorher gestohlenen Wagen gezerrt und dann auf einem einsamen Feld vergewaltigt. Da hat er Glück, dass die beiden Taten sehr lange auseinanderliegen, sonst könnte man auch über eine Sicherungsverwahrung diskutieren.

Rene M. räumte die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft dann ein, konnte oder wollte aber keine Erklärung dafür liefern - weder für die Rückkehr noch für die Tat an sich. "Ich weiß nicht, warum ich das getan habe, es war einfach blöd." Ja, aber vor allem bösartig und ein Alptraum für das Opfer. Urteil folgt.

Monika Löffler

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