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Wieder Unruhe um Lehrer-Ausbildung in Dresden

Wieder Unruhe um Lehrer-Ausbildung in Dresden

Ziemlich genau vor einem Jahr brodelte es gewaltig unter den Lehramtsstudenten an der TU Dresden. Die Akkreditierung für Bachelor/Master-Studiengänge stockte, die plötzliche Wiedereinführung des Staatsexamens in der Lehrerbildung sorgte für Wirbel.

Schließlich musste das Wissenschaftsministerium die Notbremse ziehen. Die Rückkehr zum Examen wurde um ein Jahr verschoben. Ein Jahr später gibt es wieder Unruhe:

"Das Munkeln über eine weitere Verschiebung des Zeitplans wird lauter und weder Land noch die Hochschulleitung setzen dem etwas entgegen", erklärte Burkhard Naumann vom Fachschaftsrat die Verwirrung um die Staatsexamenseinführung. Ebenso unklar sei die konzeptionelle und personelle Umsetzung der Pläne. Fraglich bleibe weiterhin die Akkreditierung der BA/MA-Studiengänge. Diese waren nach der früheren Abschaffung des Staatsexamens eingeführt worden. Bis zum Sommer müsste die Anerkennung abgeschlossen sein, damit die Abschlüsse etwas wert sind. Die Studentenvertreter hätten aber seit längerem nichts davon gehört. Deshalb wendet sich der Fachschaftsrat Allgemeinbildende Schulen/Grundschule, die Lehramtsvertretung an der TU, mit einem Forderungspapier an die Staatsregierung.

Darin werden vor allem drei wesentliche Problemfelder beschrieben: Sinkende Ressourcen bei steigendem Lehrkräftebedarf, Grundschulstudium ohne Fachpersonal und Mittelschulstudium als verknapptes Gymnasialstudium. Das kürzlich von der Staatsregierung verabschiedete Bildungspaket zur Sicherung des enormen Lehrerbedarfs in den nächsten Jahren - finanzielles Volumen 200 Millionen Euro - löse diese Fragen nicht. Verschiedene Fächer könnte künftig nicht oder nicht ausreichend ausgebildet werden (z.B. Geographie, Mathematik), aufgrund der Umstände drohe ein Rückgang der Studierendenzahlen. "Eine Qualitäts- und Bedarfssicherung ist nicht ohne deutliche Aufstockung des Lehrpersonals möglich", heißt es in dem Papier. Dem steht allerdings der grundsätzlich geforderte Abbau von 300 Stellen an der TU bis 2015 gegenüber. Am kommenden Montag gibt es in Dresden (18.30 Uhr, Mathe-Hörsaal, Trefftz-Bau, Zellescher Weg 16) eine Podiumsdiskussion des Fachschaftsrates zu den Problemen.

Am Zeitplan zur Umstellung auf das Staatsexamen werde festgehalten, hieß es gestern aus dem Wissenschaftsministerium. "Alles andere sind Gerüchte", sagte Karltheodor Huttner, Sprecher von Ministerin Sabine von Schorlemer.

Ingolf Pleil

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.01.2012

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