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Werft Dresden-Laubegast: "Das Unternehmen ist gut aufgestellt"

Werft Dresden-Laubegast: "Das Unternehmen ist gut aufgestellt"

In 98 Tagen ist alles aus oder die Werft in Laubegast gerettet. Das wissen alle Verantwortlichen in Dresden spätestens, seit Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko am Montag angekündigt hat, dass die derzeit abzuarbeitenden Aufträge den Betrieb des Unternehmens noch bis Ende Februar sichern.

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Die Werft in Roßlau, in der zur Zeit der Dampfer "Stadt Wehlen" liegt, hat keine eigene Slipanlage.

Quelle: Lutz Sebastian

Für potenzielle Übernahmeinteressenten bedeutet das, dass sie nun Farbe bekennen müssen - grünes Licht für die Zukunft der Werft oder rotes Licht für das Ende des Unternehmens in Laubegast.

Zum ersten Mal gab es jetzt positive Signale von der Sächsischen Dampfschiffahrt. Geschäftsführer Sebastian Meyer-Stork meldete sich auf DNN-Anfrage zu Wort. "Vom Grundsatz her war das nicht überraschend", kommentierte er die Nachricht von Insolvenzverwalter Danko. Meyer-Stork hat seit dem Sommer Unterlagen zur Werftinsolvenz auf dem Tisch liegen und prüft, ob es sich für sein Unternehmen lohnt, dort einzusteigen, die Firma womöglich sogar ganz zu übernehmen. "Im Moment freue ich mich zu lesen, dass es mehrere Interessenten gibt", stellte der Dampferchef am Dienstag fest und sagte zur Zukunft der Werft: "Ich bin nicht ohne Zuversicht."

Etwa zur gleichen Zeit sorgte ein Besucher aus Dessau für neue Zuversicht direkt bei den Werftmitarbeitern in Laubegast. Marcus Rönner war nach Dresden gekommen, der Geschäftsführer des Unternehmens "Stahlbau Dessau", das wie die Schiffswerft an der Elbe in Roßlau zur Heinrich-Rönner-Gruppe mit Hauptsitz in Bremerhaven gehört. Rönner war zum zweiten Mal in Laubegast, um sich die insolvente Werft anzusehen. Er lehnte es ab, sich zu weiteren Schritten und seinen Überlegungen zur Werftzukunft in Dresden zu äußern. Aber schon sein Besuch zeigt, dass das Tradititionsunternehmen in Laubegast von Interesse ist für die "Rönner-Gruppe". Ein Grund: Die Werft in Roßlau hat keine Slipanlage, auf der Schiffe aus dem Wasser geholt werden können. Die Roßlauer behelfen sich mit einer Werft rund 20 Elbekilometer stromab in Aken. Dort passt allerdings nur ein großes Schiff auf die Helling. Zum Vergleich: In Laubegast stehen derzeit vier Dampfer, eine Fähre, ein Schlepper und mehrere Schiffsrümpfe auf dem Trockenen. Doch was vielleicht noch wichtiger ist: Die Laubegaster Werft hat einen positiven Eindruck hinterlassen bei dem potenziellen Investor aus Sachsen-Anhalt. "Das Unternehmen ist gut aufgeräumt", stellte Marcus Rönner am Dienstagnachmittag kurz vor der Rückfahrt nach Dessau fest.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.11.2012

C. Springer

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