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Wenn der kleine Zeh in der Schulter schmerzt - Dresdner Krankenhaus bietet auch alternative Heilmethoden an

Wenn der kleine Zeh in der Schulter schmerzt - Dresdner Krankenhaus bietet auch alternative Heilmethoden an

Plagen Sie auch seit Tagen Kopfschmerzen? Konnten Sie wegen der Rückenschmerzen wieder nicht richtig schlafen? Haben Sie bislang vergeblich alle möglichen Ärzte konsultiert? Dann sollten Sie es vielleicht einmal mit Osteopathie versuchen.

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Bettina Hasemann (li.) arbeitet als Physiotherapeutin mit ganzheitlichem Ansatz, Körperteile betrachtet sie nicht losgelöst.

Quelle: Christian Juppe

Immer mehr Menschen vertrauen der alternativen Medizin. Über 100 Patienten lassen sich im Krankenhaus St. Joseph Stift monatlich behandeln.

"Osteopathie gewinnt immer mehr an Zulauf", erklärt Bettina Hasemann. Die junge Frau arbeitet als "osteopathisch tätige Physiotherapeutin" - kennt sich also im schulmedizinischen und alternativmedizinischen Bereich aus. "Mich hat der ganzheitliche Ansatz überzeugt", erläutert die Expertin. "In der Osteopathie wird der ganze Mensch betrachtet, nicht nur ein Teil, ein Bereich oder ein Organ." Der Körper sei ein Wunderwerk, ein Zusammenspiel vieler Funktionen.

Die Osteopathin Hasemann selbst könnte als Vorbild für ihre Patienten stehen. Ihr Körper ist voller Spannung, die Haltung kerzengerade - ein Musterbeispiel für einen funktionierenden Bewegungsapparat. Dieser ist nach dem Ansatz der Osteopathie die Grundlage eines gesunden und schmerzfreien Körpers. Denn nur wenn Knochengerüst und Muskeln unverspannt in richtiger Position sind, können der Blutkreislauf und das Lymphsystem ungehindert arbeiten.

Die Osteopathie geht davon aus, dass der Körper eine Funktionseinheit bildet. Die Körperteile werden nicht losgelöst, sondern als Gesamtkomplex betrachtet, der durch Gefäße und Nerven verbunden ist. Störungen in einem Bereich können deswegen auch zu Beschwerden an völlig anderen Körperstellen führen. "Schmerzen in der Schulter haben ihre Ursache manchmal im kleinen Zeh", erklärt Hasemann. "Kopfschmerzen kommen auch durch die Leber, die sich im Bauchraum schief aufgehangen hat."

Am Anfang der Behandlung steht die genaue Diagnose. Schritt für Schritt arbeitet sich Hasemann dabei von Organ zu Organ vor. Sie interessiert sich besonders für Unfälle und Operationen, die der Patient einmal erlebt hat. "Der Körper kompensiert Erschütterungen, die Jahre später in Form von Schmerzen zutage treten können", erläutert die Expertin. Mit bloßen Händen ertastet sie die Grundspannung von Muskeln, Knochen und Gelenken und erkennt dabei gestörte Funktionen.

Heilung mit sanftem Druck

So weit, so gut. Doch ist es wirklich möglich, Schmerzen nur durch Berührungen zu behandeln? "Ja", sagt Bettina Hasemann lächelnd. "Zwar erkennt man beim bloßen Zusehen gar nichts, doch durch gezielte Berührungen und sanften Druck können Verspannungen gelöst werden." Den Rest erledigt der Körper allein. Ganz ohne Nebenwirkungen. "Osteopathie aktiviert und fördert die Selbstheilungskräfte des Körpers", erklärte Hasemann.

Als besonders erfolgreich gilt Osteopathie bei Neugeborenen. Viele verzweifelte Eltern finden oftmals Hilfe bei einem Osteopathen, wenn ihre Kinder nicht mehr aufhören zu schreien. "Bei der Geburt verrücken die Schädelplatten der Babys", erklärt Hasemann. "Manchmal finden sie von selbst nicht in die korrekte Stellung zurück und drücken auf Nervenenden." Dies wiederum könne zu Schluck- und Saugbeschwerden führen.

Osteopathie hat jedoch auch ihre Grenzen. "Bei Tumorerkrankungen, Unfällen und akuten Infektionen ist die Schulmedizin gefragt", sagt Hasemann. Osteopathie sei eine Ergänzung zur modernen Medizin.

Die Expertin am St. Joseph Stift behandelt Patienten jeden Alters und quer aus alle Bevölkerungsschichten. Trotz weniger wissenschaftlicher Beweise steigen die Patientenzahlen weiter. Die Krankenkassen beteiligen sich zunehmend an der Therapie. Auf die Frage, wie Bettina Hasemann ihre Mutter von Osteopathie überzeugen würde, lächelt sie und sagt: "Ich würde sie behandeln."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.04.2013

Katrin Tominski

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