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Weniger Neuzugänge: Das Dresdner Tierheim zieht Bilanz für 2015

Mehr als 500 Tiere vermittelt Weniger Neuzugänge: Das Dresdner Tierheim zieht Bilanz für 2015

„Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“, sagte schon Loriot. Möpse gibt es im städtischen Tierheim Dresden zwar keine, dafür aber rund 200 andere Tiere, die auf eine neues liebevolles Zuhause hoffen.

 
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“, sagte schon Loriot. Möpse gibt es im städtischen Tierheim Dresden zwar keine, dafür aber rund 200 andere Tiere, die auf eine neues liebevolles Zuhause hoffen. „Aktuell versorgen acht Mitarbeiter im Tierheim 50 Hunde, 73 Katzen und 80 andere Tiere“, so Dresdens erster Bürgermeister Detlef Sittel, der im Tierheim in Dresden-Stetzsch Bilanz für das Jahr 2015 zog.

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„Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“, sagte schon Loriot. Möpse gibt es im städtischen Tierheim Dresden zwar keine, dafür aber rund 200 andere Tiere, die auf eine neues liebevolles Zuhause hoffen.

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Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 1081 Tiere ins städtische Tierheim: 307 Hunde, 420 Katzen und 345 andere Haustierarten. Damit verbucht das Tierheim erneut weniger Neuzugänge als noch im Jahr davor. Diese erfreuliche Entwicklung hält bereits seit vier Jahren an. Mehr als 500 Tiere konnte das Tierheim im Jahr 2015 vermitteln. Von Fundtieren wurden 158 Hunde und 38 Katzen von ihren Besitzern wieder abgeholt.

Die Zahl der Tiere in Zwangspflege ist weiterhin hoch, sank aber im Vergleich zum Vorjahr. Sie müssen in die Obhut der Pfleger gebracht werden, weil die Besitzer ins Krankenhaus müssen, inhaftiert werden oder verstorben sind. Oftmals muss das Veterinäramt einschreiten und vernachlässigte Tiere fortnehmen. Ursachen dafür sind Verstöße gegen das Tierschutzgesetz oder das Sächsische Gefahrhunderecht. 2015 mussten aus genau diesen Gründen 77 Hunde und 58 Katzen untergebracht werden. Sowohl für die Tierhalter als auch für das Tierheim bringt die Zwangspflege einige Probleme in puncto Finanzen mit sich. Die Kosten für die Unterbringung der Zwangspflegetiere trägt nämlich in jedem Fall der Tierbesitzer – wie bereits im Vorjahr führte das auch 2015 zu erheblichen Verlusten. „Die Quote ist seit vielen Jahren sehr hoch“, sagt Kerstin Normann, Leiterin der Veterinär- und Lebensmittelüberwachung. „Fast 30 Prozent der Kosten wurden im vergangenen Jahr nicht gezahlt.“

Service

Das nächste Vermittlungswochenende des Dresdner Tierheims, Zum Tierheim 10, findet am 2. und 3. April von 13 bis 15 Uhr statt und dann weiterhin immer am ersten Wochenende im Quartal jeweils Sonnabend und Sonntag.

Öffnungszeiten: Montag und Mittwoch von 13 bis 15 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 13 bis 18 Uhr und Freitag von 9 bis 11.30 Uhr

Informationen rund um die Tiere, das Heim oder Adoptionen unter Tel. 4520352 oder im Internet unter www.dresden.de/tierheim

Im Heim leben derzeit auch einige schwervermittelbare Problemfälle Es gibt zwölf Hunde, die schon lange im Tierheim leben und für die dringend Menschen gesucht werden. Da sie als gefährlich eingestuft werden, ist es problematisch, geeignete Hundehalter zu finden. Kaum jemand ist bereit, das Erlaubnisverfahren beim Ordnungsamt zu durchlaufen und die Verantwortung für einen solchen Hund zu übernehmen. Einer der Vierbeiner lebt bereits seit 2007 im Heim.

2015 gingen insgesamt 8327 Euro Spendengelder im Dresdner Tierheim ein. Davon konnten im vergangenen Jahr Streifenvorhänge im Hundehaus, Hundesportausrüstung und Volieren, Kratzbäume und Futtermittel angeschafft werden. Über Gelder aus Nachlässen, bei denen mehr als 60 000 Euro zusammenkamen, wurden unter anderem ein neuer Futtercontainer und ein Chiplesegerät finanziert. Die Schildkröten bekamen dafür eine Außenanlage, denn im letzten Jahr wurden viele der gepanzerten Reptilien ins Tierheim gebracht.

Im aktuellen Jahr sieht sich das Tierheim Dresden vor allem mit dem illegalen Handel von Hundewelpen konfrontiert. „Die Welpen sind meist weniger als 12 Wochen alt“, sagt Kerstin Normann. Diese müssen dann im Tierheim unter Quarantäne gestellt werden, bis sie das Impfalter erreicht haben.

Von Juliane Weigt

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