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Weniger Ausleihen, weniger Besuche - Bibliotheken-Bilanz 2014

Weniger Ausleihen, weniger Besuche - Bibliotheken-Bilanz 2014

Das vergangene Jahr war kein leichtes für die Städtischen Bibliotheken. Das Personal wurde aufgrund von notwendig gewordenen Einsparungen weniger, die Öffnungszeiten kürzer.

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Gestern ging die Bibliothek Cotta mit der RFID-Technik an den Start. Die stellvertretende Leiterin Ines Damme (l.) erklärte Nutzerin Sabine Schubert das System.

Quelle: Anja Schneider

Kein Wunder also, dass diese Veränderungen Einfluss auf die Jahresbilanz 2014 hatten, die Direktor Arend Flemming und Dresdens Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) am Freitag offiziell vorstellten: Erstmals nach drei Jahren sind die Entleih- und Besucherzahlen gesunken.

Mit insgesamt rund 5,5 Millionen entliehenen Medien blieben die Bibliotheken 2,7 Prozent hinter dem Ergebnis von 2013 zurück. Besonders Filme, Musik-CDs und elektronische Spiele wurden weniger nachgefragt. Unterdurchschnittlich betroffen sind dagegen Bücher, einschließlich E-Books (- 0,9 Prozent). Zudem verbuchten die Verantwortlichen einen Rückgang der Besuche um 5,9 Prozent. Diese Zahlen seien bedauerlich, aber angesichts von Personalknappheit (- 2,5 Prozent), um 5,9 Prozent verkürzten Öffnungszeiten und der Streichung jeder zweiten Fahrbibliothekhaltestelle nicht zu verhindern gewesen, wie Flemming sagte.

Positiv stimmt den Direktor dagegen der Blick auf die digitalen Entleihungen. "Virtuelle Medien boomen total", so Flemming. Tatsächlich stiegen diese Ausleihen um 53,6 Prozent an. Zusätzlich zu den 1,6 Millionen Besuchen zählten Flemming und sein Team außerdem knapp zwei Millionen Klicks auf der Bibliotheksinternetseite. Besonders abgesehen haben es Dresdner Leser auf Kinderliteratur sowie auf Sachbücher, insbesondere im Bereich Gesundheit und Lifestyle. "Aber auch Belletristik hat ihren Charme nicht verloren", bilanziert der Direktor.

Das laufende Jahr steht für die Städtischen Bibliotheken weiter im Zeichen der Umstellung auf die so genannte RFID-basierte Ausleihtechnologie. Dabei werden Medien statt des manuellen Einscannens jedes Barcodeetiketts mittels eines Chips identifiziert, was die Verbuchungsvorgänge effektiver macht und die Voraussetzung für die Einführung der Selbstverbuchung in allen größeren Standorten in Dresden bildet. Den Anfang machte die Bibliothek Neustadt, die am 1. Dezember 2014 umgestellt wurde. Es folgten die Standorte Prohlis am 12. Dezember und Blasewitz am 16. März dieses Jahres. "Weitere acht bis zehn Bibliotheken gehen 2015 ans Netz", kündigte Flemming an. Parallel zur gestrigen Bilanzumstellung beispielsweise startete die Bibliothek Cotta mit der RFID-Verbuchung.

Auf Änderungen müssen sich Nutzer zudem im Bereich der Gebühren einstellen. Im Zuge der Einführung einer neuen Benutzungsordnung fällt die Jahresgebühr für Jugendliche bis 17 Jahre in Höhe von fünf Euro künftig weg. Dafür zahlen Erwachsene dann nicht mehr zwölf, sondern 15 Euro im Jahr. Die neue Benutzungsordnung soll am 1. Juli in Kraft treten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.04.2015

Christin Grödel

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