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Welttag des Stotterns: "Die Betroffenen müssen sich damit arrangieren"

Welttag des Stotterns: "Die Betroffenen müssen sich damit arrangieren"

Stotterns. Hauke Heuer hat sich mit der Dresdner Logopädin Kathrin Koschine über die Sprachstörung unterhalten.

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Kathrin
Koschine

Quelle: Hauke Heuer

Das ist unterschiedlich. Was ist Stottern eigentlich?

Das Stottern ist eine Störung des Redeflusses, die in der Regel angeboren ist. Man könnte Stottern als unfreiwillige Unterbrechung im Sprechfluss in Form von Dehnungen, Unterbrechungen und Wiederholungen definieren.

Wie entstehen diese Unterbrechungen?

Die Ursachen sind hirnorganisch. Es gibt eine eindeutige genetische Komponente. Kinder, die stottern, haben oft einen Vater mit den gleichen Symptomen. Meist sind Männer betroffen. Das Stottern tritt bei fünf Prozent aller Kinder auf. Im Erwachsenenalter ist dann nur noch ein Prozent der Bevölkerung betroffen. Oft lassen die Symptome schon im Kindesalter nach. Wenn die Sprachstörung aber über das 12. Lebensjahr hinaus besteht, bleibt das Stottern in den meisten Fällen ein Leben lang präsent und die Betroffenen müssen sich damit arrangieren. Das gelingt erstaunlich vielen: Bruce Willis, Marilyn Monroe, John Updike, US-Vizepräsident Joe Biden oder Malte Spitz, Mitglied im Bundesvorstand der Grünen, um einige Beispiele zu nennen.

Was kann man als Betroffener unternehmen? Gibt es Kompensationsmöglichkeiten?

Die Therapie zielt darauf ab, Sprechtechniken zu erlernen, die das "Hängenbleiben" verhindern. So wird beispielsweise mit sehr weichen gedehnten Stimmeinsätzen gesprochen. Darüber hinaus versucht man, die Ängste beim Sprechen abzubauen.

Kann das Stottern vollständig "geheilt" werden?

Das ist unterschiedlich. Wir vermitteln in der Therapie zuerst, dass sich das Stottern nicht heilen lässt. Die Techniken, die zur Anwendung kommen, sind an ein bewusstes Sprechen gebunden. Um flüssig zu sprechen, muss der Stotternde seinen Kopf anschalten - eine Automatisierung findet in der Regel nicht statt.

Was können Eltern unternehmen, wenn ihr Kind stottert?

Wenn das eintritt, sind junge Eltern oft sehr verunsichert. Deshalb ist es immer empfehlenswert, einen Logopäden oder einen Kinderarzt aufzusuchen, um sich beraten zu lassen.

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