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Welterbe-Experten kommen im Herbst nach Dresden-Hellerau

Welterbe-Experten kommen im Herbst nach Dresden-Hellerau

Eine Expertenkommission der deutschen Kultusministerkonferenz wird im Herbst nach Dresden kommen, um sich vor Ort ein Bild vom Vorschlag einer Bürgerinitiative zu machen, Hellerau ins Weltkulturerbe aufzunehmen.

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Die Bürger initiative verweist auf die architektonischen, künstlerischen und formgestalterischen Innovationen, die von Hellerau ausgingen.

Quelle: Christoph Münch, Mediaserver Dresden

Fällen die Experten ein positives Urteil, hätte der "Förderverein Weltkulturerbe Hellerau" damit eine wichtige Hürde auf dem Weg zu dem begehrten Unesco-Titel genommen.

In ihrem offiziellen Antrag, den der Verein parallel dazu bereits auszuarbeiten beginnt, wollen sich die Initiatoren indes nicht auf die "Gartenstadt Hellerau" konzentrieren. "Da kommen sofort die Engländer und sagen zurecht, dass sie zuerst Gartenstädte hatten", betonte Vereins-Sprecher Fritz Straub, der Chef der "Deutschen Werkstätten Hellerau".

Vielmehr wolle man betonen, dass von Hellerau eine weltweit einzigartige Ideenkombination ausging - ganz besondere Experimente in Kunst, Architektur, Design und anderen gesellschaftlichen Feldern, die bis heute nachwirken.

Um die nationalen und internatio- nalen Experten von diesem Konzept professionell zu überzeugen, hat der Verein die Forscher eines Welterbe-Lehrstuhls an der Uni Cottbus um Hilfe gebeten. Diese und weitere Vorbereitungen kosten indes Geld: Rund 150 000 Euro, so schätzt Straub. Rund 100 000 Euro davon hat er bisher als Spenden eingeworben. In etwa anderthalb Jahren könne der Antrag ein Stadium erreicht haben, dass man ihn der Unesco vorlegen könne.

Denn angesichts des bürokratischen Procederes bis auf die Tische der Unesco ist gerade der Zeitplan wichtig: Bisher hat es der Hellerauer Vorschlag auf die sogenannte Tentativliste Deutschlands geschafft, hat also Chancen, nach der Begutachtung durch die Expertenkommission in die deutsche Warteliste aufgenommen zu werden. Springt kein anderer Bewerber ab, stände der Hellerau-Antrag dann frühestens 2016 zur Entscheidung an.

Im Außenministerium habe er jedenfalls aufmunternde Unterstützung bekommen, sagt Straub: "Das mag damit zusammenhängen, dass unser Antrag etwas Besonderes ist: Hier sollen nicht nur Steine, sondern auch Ideen als Weltkulturerbe anerkannt werden, außerdem kommt dieser Vorschlag nicht von großen Institutionen, sondern von Bürgern."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.08.2013

Heiko Weckbrodt

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