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Weiter Ärger um Schlagerparty Dresden: Veranstalter spielt falsches Spiel

Weiter Ärger um Schlagerparty Dresden: Veranstalter spielt falsches Spiel

Immer mehr Dresdner beklagen sich derzeit darüber, dass sie ihre gekauften Tickets für die abgesagte Schlagerparty im Juni nicht zurückgeben können. "Wir haben für die Veranstaltung über 200 Euro ausgegeben.

Aber keiner der Organisatoren sieht sich in der Verantwortung, das Geld zurückzuzahlen", schrieb Susanne Peter an die DNN-Redaktion. Von einer der Ticketstellen erhielt die Dresdnerin nun die Information, dass die MVP live GmbH, die ebenfalls an der Organisation der Schlagerparty beteiligt war, am Amtsgericht Offenbach/Main ein Insolvenzverfahren beantragt hat. Nun kommt die Angst auf, das Ticketgeld nie zurückzubekommen.

"Es ist richtig, dass wir Insolvenz angemeldet haben. Allerdings sind wir nicht der Veranstalter", erklärt Michael Kercher, Geschäftsführer der MVP live GmbH. Nur zu Beginn der Planungsphase war die Eventagentur aus Neu-Isenburg der Veranstalter. Die Agentur Vida Media & Events UG kümmerte sich zu diesem Zeitpunkt um die Künstler sowie die Marketing- und Pressearbeit. Mit einem Übernahmevertrag vom 6. Mai hat Vida Media aber alle Rechte und Verpflichtungen bezüglich der Schlagerparty als Veranstalter übernommen. MPV hat daraufhin sämtliche Ticketgelder, die bis dahin eingenommen wurden, an Vida Media überwiesen. Alle Käufer sollten sich daher an Vida Media wenden, so Kercher.

Zusätzlich ist der Geschäftsführer der Meinung, dass Vida Media die Veranstaltung absichtlich abgesagt hat. Grund: Der Kartenvorverkauf lief schleppend. "In dem Moment, als sich herausstellte, dass die Veranstaltung wirtschaftlich nicht gut durchzuführen geht, wollte Vida Media plötzlich aus dem Übernahmevertrag raus", berichtet Kercher. Dies ist rechtlich allerdings gar nicht möglich. "Ich habe auch sofort meinen Anwalt eingeschaltet. Er hat mir zugesichert, dass wir den Fall mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit gewinnen", berichtet der MPV-Geschäftsführer.

Er hofft, dass nach der rechtlichen Klärung auch alle Dresdner ihre Karten zurückbekommen. Vida Media selbst hat sich bisher zu den Vorwürfen auf DNN-Anfrage nicht geäußert.

Nadine Steinmann

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