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Weißiger Anwohner: Behr lässt ohne Ankündigung sprengen

Weißiger Anwohner: Behr lässt ohne Ankündigung sprengen

In Weißig wackeln die Wände. Viel zu sehr, schimpfen Anwohner der Straße Am Hutberg und der Hauptstraße. Nicht mehr als unbedingt nötig und mit offizieller Genehmigung, meint Hans-Jürgen Behr (CDU).

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Bernd Koban moniert: "Von der Sprengung wussten wir nichts."

Quelle: Dietrich Flechtner

Der Ex-Ortsvorsteher ist Chef der Firma, die am Querweg ein neues Wohngebiet erschließt. Die also Regie führt, wenn zur Zeit in Weißig die Wände wackeln. Behr: "Die Baufirma weiß ganz genau, was zu tun ist, wenn man sprengen muss."

Da sind mehrere Anwohner ganz anderer Ansicht. Die Baufirma hätte viel umfangreicher informieren müssen, ist Klaus-Dieter Beyer überzeugt. Bis auf etwa 160 Meter reicht Beyers Grundstück an Behrs Baustelle heran. Als am Donnerstag gesprengt wurde, war Beyer gerade nicht zu Hause. Anders ging es da seinem Nachbarn Bernd Koban. Er wohnt nur 100 Meter Luftlinie von der Baustellengrenze entfernt. "Das war sehr heftig", erinnert er sich an die Sprengung. "Das hat gerummst, ich habe gedacht, ich habe eine Explosion im Keller." Gott sei Dank war dort alles in Ordnung. "Ich bin gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass hier einer sprengt", sagt der 64-Jährige, der seit Ende der 90er am Rand von Weißig wohnt. Wie viele seiner Nachbarn wurde er von der Sprengung überrascht. "Wir haben niemals irgendeinen Bescheid bekommen", sagte er gestern auf DNN-Nachfrage. Auch nicht vor der zweiten Sprengung am Montag. "Die machen, was sie wollen", schimpft der Weißiger über die Baufirma. Ähnlich empört ist Klaus-Dieter Beyer. Er hat seine Kritik zum Anlass für eine Anzeige genommen. "Die Sprengung erfolgte ohne schriftliche Ankündigung oder ortsübliche Bekanntgabe, Verkehrswege wurden nicht gesperrt oder bewacht, Sprenghelfer wie z.B. Polizei oder eingewiesene Personen waren nicht sichtbar und es gab keine Warnungen", moniert Beyer. Im Übrigen befinde sich gleich neben der Baustelle der Reiterhof von Cornelia Herzog. "Nur durch Zufall waren dort gerade keine Kinder."

Hans-Jürgen Behr winkt gelassen ab. Alle Regeln seien eingehalten worden, ist der Chef des Erschließungsunternehmens überzeugt. Dennoch weiß auch die Landesdirektion Sachsen, die für die Rechtmäßigkeit der Sprengungen zuständig ist, von Beschwerden. Am Montag bekam die Behörde entsprechende Post, auch das Ordnungsamt der Stadt meldete solche Kritik. Die Landesdirektion habe daraufhin "die Sprengfirma kontaktiert und erfahren, dass die Sprengarbeiten beendet sind", so deren stellvertretende Sprecherin Jana Klein. Außerdem habe die Firma mitgeteilt, dass die Bauleitung die Anwohner informiert habe. Und es hätten "Erschütterungsmessungen" stattgefunden. Die Ergebnisse dieser Messungen sollen nun ausgewertet werden. Die Landesdirektion ist damit aus dem Schneider, meint Sprecherin Jana Klein. Die Weißiger sehen das anders. Und Ex-Ortsvorsteher Behr ist überzeugt: Die, die jetzt Kritik üben, haben etwas gegen ihn persönlich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.02.2015

Christoph Springer

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