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"Weißer Adler" soll bis Jahresende komplett fertig sein

"Weißer Adler" soll bis Jahresende komplett fertig sein

Noch versperrt der grüne Bauzaun Neugierigen die Sicht auf den "Weißen Adler" an der Bautzner Landstraße. Doch im Inneren des einstigen, weithin bekannten Lokals kommen die Bauarbeiten jetzt rasch voran.

"Schön, dass endlich was draus geworden ist", freut sich jedenfalls Objektverwalter Uwe W. Preuße bei einem Vorort-Termin für die DNN. Bis Mitte November will er die Woh- nungen fertig haben, bis Jahresende sollen auch die Außenanlagen komplett sein.

32 Mietwohnungen entstehen im ehemaligen Ballsaal. "Das Interessanteste an der Geschichte ist, dass die Wohnungen so in den Saal hineingebaut worden sind, dass die imposante Holzdecke erhalten geblieben ist", erklärt Preuße. Die Wohnungen zweigen quasi von einem in der Mitte des Saals gelegenen Flur ab, von dem aus man die restaurierte Decke in Augenschein nehmen kann. Die Wohnungen sind Preuße zufolge zwischen 42 und 100 Quadratmeter groß. 26 von ihnen sind barrierefrei. Zwei weitere eignen sich auch für Rollstuhlfahrer. Hinzu kommen 660 Quadratmeter Gewerbeflächen. "Ein Zahnarzt, eine Logopädie, eventuell eine Physiotherapie und ein Friseur wollen sich hier ansiedeln", berichtet Preuße. Eine Augenweide ist die gleichfalls bereits sanierte Holzdecke im ehemaligen Hochzeitssaal, in dem u.a. die Zahnarztpraxis ihre Räumlichkeiten haben wird. Bleibt zu wünschen, dass vom Zahnschmerz geplagte Patienten den Nerv für einen Blick zur Decke haben, wenn sie die Praxis betreten.

Auf 6,5 Millionen Euro hatte Preuße das Investitionsvolumen vor reichlich zwei Jahren gegenüber DNN beziffert. Dass es dabei geblieben ist, scheint eher zweifelhaft. Um wieviel sich das Unterfangen verteuert hat, mochte der Objektverwalter nicht sagen. Fakt ist, dass sich die Bauarbeiten stark verzögert haben, weil das denkmalgeschützte Haus immer neue Überraschungen barg und umgeplant werden musste. "Wir sind beispielsweise nach einer ersten Bestandsaufnahme davon ausgegangen, dass bestimmte Holzbauteile in Ordnung sind", berichtet er. Bei genauerem Hinsehen habe sich aber das Gegenteil herausgestellt. Immerhin hatte das Gebäude viele Jahre leer gestanden.

Wer interessiert sich nun für den "Weißen Adler"? "Vor allem alte Dresdner, aber auch Leute aus dem Umland, die altershalber ihre Häuser verkaufen und auch ehemalige Dresdner, die in ihre Heimat zurückkehren wollen", erklärt Preuße. Mietverträge seien noch nicht geschlossen worden. "Wir haben aber 125 Bewerber für diese 32 Wohnungen", sagt er. Die Miete betrage auf jeden Fall mehr als zehn Euro pro Quadratmeter.

Wer von den künftigen Mietern Bedarf hat, kann Betreuungsleistungen des benachbarten Unternehmens "Initiative Leben" in Anspruch nehmen. Die Anlage umfasst im Übrigen nicht nur die Wohnungen im "Weißen Adler", sondern auch 54 weitere Wohnungen in der Nachbarschaft, die bereits 1997 bezogen worden sind. Bauherr des Grundstücks ist der ehemalige Präsident des "Bundesverbandes der Deutschen Industrie", Jürgen Thumann. Er hatte das Gebäude Ende der 1990er Jahre gemeinsam mit dem Düsseldorfer Projektentwickler Bernd Voswinkel gekauft.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.07.2015

Katrin Richter

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