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Weihnachtsmärkte-Hitliste: Neumarktzauber überholt Stallhofspektakel

Weihnachtsmärkte-Hitliste: Neumarktzauber überholt Stallhofspektakel

Schon im vergangenen Jahr schwärmten die Dresdner vom neuen Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche - ein Jahr nach der Wiedereröffnung. 2009 boten Händler erstmals wieder seit der Vorkriegszeit ihre Waren zur christkindlichen Zeit auf dem Dresdner Neumarkt feil.

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Von Ralf Redemund

In diesem Jahr nun hat der historische Neumarktzauber vor der Frauenkirche sogar das stallhöfische Adventsspektakel in der Rangliste der Beliebtheit überholt. Im aktuellen DNN-Barometer bezeichneten 21 Prozent (2010: 20) der Dresdner ihn als Lieblingsweihnachtsmarkt. Hingegen musste der gemütliche Mittelaltermarkt einen Absturz vom 2. auf den 3. Platz hinnehmen: Nur noch 13 statt früher 22 Prozent der befragten Dresdner präferieren das Stallhofspektakel.

Damit hat der historische Markt auf dem Neumarkt an der Frauenkirche einen rasanten Aufstieg in der Gunst der Dresdner hingelegt (nicht zu verwechseln mit dem Markt in der Münzgasse, der unter der Kategorie "Anderer" läuft!). Im Premierenjahr 2009, als die Elbestädter den Neuen erst für sich entdeckten, nannten ihn nur sechs Prozent in dieser Umfragekategorie. Der Weihnachtsmarkt auf dem Neumarkt lässt die Zeit um 1900 aufleben, präsentiert seltene Handwerke vom Lederbildner über den Knopfmacher bis hin zum Bonbonier. Mit Hilfe von Gemälden wurde das Marktgeschehen zwischen 1830 und 1920 nachgebildet.

Jüngere ziehen Striezelmarkt vor

Doch mit Abstand der beliebteste Weihnachtsmarkt der Dresdner bleibt der Striezelmarkt (Motto: "Hier ist der Weihnachtsmann zu Hause"), gegründet 1434 und bekanntlich benannt nach dem berühmten Dresdner Christstollen. Das Institut für Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität (TU) Dresden hat Ende November 522 repräsentativ ausgewählte Dresdner telefonisch zu den Weihnachtsmärkten befragt. Demnach ist der Striezelmarkt mit 41 Prozent (2010: 39) weiterhin der beliebteste Markt. Doch der Neumarkt hat stark aufgeholt, landet nun auf Rang zwei. Dabei kann der Striezelmarkt vor allem bei den 18- bis 24- sowie über 60-Jährigen punkten, während der Mittelaltermarkt am Stallhof von 25- bis 44-Jährigen und der Neumarkt von 45- bis 59-Jährigen bevorzugt wird.

Satte 83 (2010: 87) Prozent der Befragten halten den Striezelmarkt nach wie vor für eine Attraktion ihrer sächsischen Landeshauptstadt - und 84 Prozent sogar für eine Reise ins Elbtal nach Dresden wert. Das DNN-Barometer bestätigte aber auch: Auf die Lage kommt es an. So profitieren die Budenbesitzer auf der Prager Straße von ihrer Position im Dresdner Einkaufszentrum. Fast jeder Zweite gab an, die Stände dort besuchen zu wollen. Allerdings ist die Lage noch kein Garant für Beliebtheit. So bezeichneten nur zwei Prozent der Befragten dieses Areal als Lieblingsweihnachtsmarkt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.12.2011

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