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Wegen offener Fragen bleiben Spielplätze in Dresden noch längere Zeit zu

Schulverwaltung Wegen offener Fragen bleiben Spielplätze in Dresden noch längere Zeit zu

Die Freigabe von Spielplätzen an Schulen oder Horten für die Öffentlichkeit kommt nicht in Gang. Das liegt an offenen Rechtsfragen und einem zunehmenden Vandalismus. Für Hort-Spielplätze könnte eine Lösung möglicherweise noch das ganze Jahr auf sich warten lassen. Dem Mangel an Spielflächen wird damit auf lange Sicht nicht begegnet.

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Gehört zu den für die Öffentlichkeit zugänglichen Schulsportanlagen: der Sportplatz an der 121. Oberschule an der Gamigstraße.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Die Freigabe von Spielplätzen an Schulen oder Horten für die Öffentlichkeit kommt nicht in Gang. Das liegt an offenen Rechtsfragen und einem zunehmenden Vandalismus. Für Hort-Spielplätze könnte eine Lösung möglicherweise noch das ganze Jahr auf sich warten lassen. Dem Mangel an Spielflächen wird damit auf lange Sicht nicht begegnet.

Im September 2015 hatte der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, ein Konzept zur Öffnung von Schulsportfreianlagen für Kinder und Jugendliche und die allgemeine Öffentlichkeit zu erarbeiten. Das Verfahren läuft noch: Der Entwurf des Konzeptes zur Öffnung von Schulsportfreianlagen für Kinder und Jugendliche sowie die allgemein sportlich aktive Öffentlichkeit wurde innerhalb der Verwaltung sowie mit Schulen und Stadtsportbund beraten, derzeit gibt es noch geringen Änderungsbedarf, dann sollte er dem Stadtrat übergeben werden zur Beratung und Beschlussfassung.

Der Konzeptentwurf werde die Prüfung verschiedener Plätze vorschlagen, eine Öffnung ist damit nicht automatisch festgelegt. Grundsätzlich soll bei Sanierungen und Neubauten in der Planungsphase eine Öffnung schon mit geprüft werden.

Derzeit gibt es in der Landeshauptstadt Dresden sechs öffentlich zugängliche Anlagen. Dies sind: 35. Oberschule, (Clara-Zetkin-Straße 20), 121. Oberschule (Gamigstraße 28), Oberschule Pieschen (Robert-Matzke-Straße 14), FÖS „Albert Schweitzer“, (Georg-Palitzsch-Straße 42), Grundschule Langebrück „Friedrich-Wolf-Grundschule“ (Friedrich-Wolf-Straße 7) sowie das Berufliche Schulzentrum „Franz Ludwig Gehe“ (Leutewitzer Ring 141). Die Sportfreianlage der 26. Grundschule „Am Markusplatz“ (Osterbergstraße 22) wurde aufgrund massiver Vandalismusvorfälle wieder

verschlossen. Womit bereits ein wesentliches Problem beschrieben ist, das sich laut Schulverwaltungsamt in der letzten Zeit noch verstärkt hat. Bereits vor einigen Monaten hatte der Leiter des Schulverwaltungsamtes Falk Schmidtgen erklärt: „Durch die öffentliche Nutzung kommt es teilweise zu starken Verschmutzungen und teilweise auch Vandalismus. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Schulsport und in der Pausengestaltung kommen. Es gibt immer öfter Lärmbeschwerden.“ Die Konsequenzen beschrieb Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) kurz und bündig: Es folgt die Schließung der Anlagen für die öffentliche Nutzung. Jetzt muss die Verwaltung auf DNN-Anfrage konstatieren: „Die Vandalismusprobleme oder Verschmutzungen sind nicht weniger geworden. Es ist im Gegenteil eine Zunahme zu verzeichnen.“

Und auch bei den rechtlichen Problemen um die Nutzung von Hortspielplätzen gibt es noch immer keine Lösung. Bis heute ist eine Öffnung der als Pilotprojekt ausgewählten Hortspielplätze nicht möglich, weil dass für die fachliche Aufsicht derHorte und Kindergärten zuständige sächsische Landesjugendamt diese ablehnt. Das Landesjugendamt meint laut Stadt, dass eine zeitweise öffentliche Nutzung dieser Hortspielplätze unvereinbar mit den Betriebserlaubnissen der Horte sei, weil durch die allgemeine Nutzbarkeit beispielsweise an Wochenenden Gefahren durch Fremdkörper, kaputte Spielzeuge und Verschmutzungen auf die Hortkinder zukommen können.

Die Stadtverwaltung prüft noch Möglichkeiten, diese Gefahren zu vermeiden und somit das notwendige Einverständnis des Landesjugendamtes zu erreichen. „Ergebnisse erhoffen wir noch dieses Jahr.“ Sollte es bezüglich Hortspielanlagen zu keiner Einigung kommen oder aufgrund von rechtlichen Grundlagen eine Nutzung ausgeschlossen sein, werden Hort-Spielplätze nicht weiter betrachtet. Eine mögliche Öffnung wird sich dann nur auf die Schulsportfreianlagen beschränken und auch nur dort, wo diese von Hort-Spielplätzen getrennt sind.

Von Ingolf Pleil

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