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„Was uns eint“: Aufruf soll neue „Geschäftsgrundlage“ für Dresden werden

Bürgerschaftliches Engagement „Was uns eint“: Aufruf soll neue „Geschäftsgrundlage“ für Dresden werden

„Was uns eint“ – unter diesem Titel haben Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sowie zahlreiche Vertreter der Stadtgesellschaft am Montag eine neue Basis für das Miteinander in Dresden vorgestellt. Der Aufruf soll eine Art „Geschäftsgrundlage“ für künftige Diskussionen in der Stadt werden, so Hilbert.

„Was uns eint“ – unter diesem Titel haben Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sowie zahlreiche Vertreter der Stadtgesellschaft am Montag eine neue Basis für das Miteinander in Dresden vorgestellt.

Quelle: sl

Dresden. „Was uns eint“ – unter diesem Titel haben Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sowie zahlreiche Vertreter der Stadtgesellschaft am Montag eine neue Basis für das Miteinander in Dresden vorgestellt. Der Aufruf, der die Würde des Menschen und einen toleranten und respektvollen Umgang miteinander in den Mittelpunkt stellt, soll eine Art „Geschäftsgrundlage“ für künftige Diskussionen in der Stadt werden, so Hilbert.

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Es gebe vieles, was die Dresdner voneinander trenne, aber auch vieles, was alle eint, betont der Dresdner Medizinprofessor Gerhard Ehninger, der den Aufruf startete. Nach den hässlichen Szenen am 3. Oktober auf dem Neumarkt initiierte Ehninger ein breites Bündnis gesellschaftlicher Kräfte. Beteiligt sind Vertreter verschiedener Parteien von der CDU bis zur Linken, Religionsgemeinschaften, Wirtschaftsverbände wie Gewerkschaften, Dresdens Kulturschaffende genauso wie „Dresden für Alle“. Jeder Dresdner ist eingeladen, sich dem Aufruf anzuschließen, so der Mediziner. Ziel sei eine „breite Bewegung der Bürgerschaft“.

„Wir wollen eine andere Art des Miteinanders“, betont Sachsens CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer. Es gebe keine Redeverbote, aber auch diejenigen, die ihre Meinung besonders lautstark vor sich hertragen, müssten ertragen, dass es Menschen mit anderer Meinung gibt. Respekt sei wichtig, das bedeute aber nicht sofort Akzeptanz.

Man müsse über alles reden können, sagt auch Sachsens Grünen-Chef Jürgen Kasek. Der Austausch müsse aber im demokratischen Rahmen erfolgen. Und der werde zu häufig verletzt, etwa dort, wo die Gleichheit aller Menschen in Abrede gestellt wird, erinnerte Kasek.

Der Aufruf sei ein großer Schritt, meint Dietrich Hermann vom Netzwerkrat von „Dresden für Alle“. Es sei aber nur ein erster Schritt. Entscheidend sei, jeden Tag danach zu handeln. Der Aufruf sei eine Verpflichtung, hinter die kein Unterzeichner mehr zurücktreten dürfe.

Was uns eint - das sagen die Unterzeichner des neuen Aufrufs der Dresdner Bürgergesellschaft.

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Daher soll es nicht bei einem Aufruf bleiben. Unter dem neuen Label „ Dresden.Respekt“ sind für die Zukunft verschiedene Veranstaltungen geplant. So will Oberbürgermeister Hilbert die geplanten Dresden-Konferenzen und die angedachte europäische Städtekonferenz unter dem Dach des neuen Bündnisses veranstalten. Dazu sei jeder Unterzeichner eingeladen, eigene Ideen zu entwickeln und dafür auch andere Partner mit ins Boot zu holen, so Ehninger. Ihm schweben zum Beispiel Stadtteilaktivitäten oder Bildungsprojekte vor. Unter anderem könnte das erfolgreiche Montagscafe ausgebaut werden. Details oder Termine gebe es aber noch nicht.

Wichtig sei, so Ehninger, dass sich die Partner untereinander abstimmen. Dafür sind regelmäßige Treffen geplant. Zudem haben sich alle Partner verpflichtet, keine wertenden Kommentare über Aktionen des anderen abzugeben. Es soll so keinen Wettlauf geben, wer jetzt besser arbeite als der andere.

Stephan Lohse

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