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Was bedeutet das für die Hellerauer

Was bedeutet das für die Hellerauer

Grundsätzlich müssten sie sich auf mehr Touristen einstellen, denn durch den Titel würde die Gartenstadt Hellerau international bekannter werden.

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Welche Folgen hätte ein Weltkulturerbetitel für die etwa 1500 Menschen, die in Hellerau leben?

Grundsätzlich müssten sie sich auf mehr Touristen einstellen, denn durch den Titel würde die Gartenstadt Hellerau international bekannter werden. Der Befürchtung vieler, dass sie im Erfolgsfall künftig an ihren Häusern überhaupt nichts mehr machen dürfen, tritt Eva Schläfer von der Interessengemeinschaft Hellerau allerdings entgegen: "Es gibt wahrscheinlich weltweit nichts höheres und geschützteres als den deutschen Denkmalschutz. Die Gartenstadt steht seit 1955 als Flächendenkmal unter Schutz und da wird für Anwohner durch einen Weltkulturerbetitel nicht noch mehr drauf kommen", sagt sie.

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Wird aber bei einer Welterbestätte nicht besonders streng auf die Einhaltung der denkmalschutzrechtlichen Vorgaben geachtet?

Wolfgang Gröger vom Verein "Bürgerschaft Hellerau" rechnet damit. "So mancher hier nimmt es mit den Auflagen nicht sehr genau. Ich vermute ganz stark, dass die Stadt bzw. das Land schon im Zuge des weiteren Bewerbungsprozesses künftig ganz genau hinsehen."

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Welche Probleme haben die Hellerauer mit dem Denkmal-Status?

Die Nachteile der Plakette werden laut Gröger am meisten deutlich, wenn energetische Sanierungen geplant sind. "Wir dürfen eben keine dicken Dämmungen an den Fassaden unserer Häuser anbringen, was in anderen Stadtteilen meistens ohne Probleme möglich ist", erklärt er. "Die logische Konsequenz ist, dass wir in Zukunft auf Gedeih und Verderb mit hohen Heiz- und Energiekosten zu rechnen haben."

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Wie will Hellerau als Welterbestätte eigentlich die Touristenströme regeln?

Dass es kaum Übernachtungsmöglichkeiten in und um die Gartenstadt gibt, dürfte das kleinste Problem sein, denn Hotels hat Dresden genug. Viel mehr beschäftigt Wolfgang Gröger die Parkplatzfrage. "Riemerschmid hat Hellerau am Reißbrett entworfen und überhaupt nicht an Autos gedacht, weil es Anfang des 20. Jahrhunderts schlicht und einfach keine gab. Aber wir müssten uns mit dem Unesco-Titel darüber Gedanken machen, insbesondere über Busparkplätze", sagt er.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.06.2012

Christoph Stephan

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