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Warnstreiks bei der Post in Dresden – Auch am Donnerstag geht es weiter

Warnstreiks bei der Post in Dresden – Auch am Donnerstag geht es weiter

Mehr als 300 Mitarbeiter der Deutschen Post aus Dresden und Umgebung haben sich am Mittwochvormittag an einem Warnstreik der Gewerkschaft Verdi beteiligt. Vor allem Zusteller hatten sich am Morgen am Goldenen Reiter versammelt, wo Verdi das Streiklokal errichtet hatte.

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Rund 300 Zusteller der Post haben sich in Dresden und Umgebung am Ausstand beteiligt.

Quelle: Stephan Lohse

Die Mitarbeiter fordern in den aktuellen Tarifverhandlungen höhere Löhne.

Auch in den nächsten Tagen könne es zu Verzögerungen vor allem bei der Briefzustellung kommen. Die Zustellung von Paketen sei derzeit nur in geringem Umfang betroffen. Verdi will den Streik am Donnerstag in andere Bereiche bei der Post verlagern. Die Zusteller sollen wieder zur Arbeit kommen, sagte ein Sprecher. Denkbar sind Arbeitsniederlegungen in Briefzentren.

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Warnstreik bei der Deutschen Post in Dresden: rund 300 Mitarbeiter aus Dresden und Umgebung beteiligten sich am Arbeitsausstand auf dem Neustädter Markt.

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„Der Post geht es ökonomisch blendend“, sagte Verdi-Fachberichsleiter Andreas Wiedemann gegenüber DNN-Online. Da sei es gerechtfertigt, den Mitarbeitern einen Ausgleich für die allerorts steigenden Kosten zu zahlen. Beispielsweise hätten viele Zusteller lange Anfahrtswege zur Arbeit. So seien schon die steigenden Benzinpreise eine immer größere Belastung. Die Beteiligung an dem Warnstreik sei sehr hoch. Neben Gewerkschaftsmitgliedern seien auch einige nicht organisierte Post-Mitarbeiter dabei.

Verdi fordert für die rund 132.000 Tarifbeschäftigten eine Erhöhung des Gehalts um sechs Prozent, mindestens aber 140 Euro mehr im Monat. Für die Auszubildenden und Studierenden an Berufsakademien fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung des monatlichen Einkommens um 65 Euro. In den ersten beiden Verhandlungsrunden habe es bislang kein verbindliches Angebot seitens der Post gegeben, berichtet Wiedemann. Daher wolle man vor dem nächsten Termin nun Druck aufbauen.

„Das ist ein Machtspiel der Post, um zu schauen, ob Verdi seine Leute noch mobilisieren kann“, glaubt Post-Mitarbeiter Klaus Scholze. „Mit der geschlossenen Aufstellung hier beim Streik denke ich, dass wir etwas erreichen können.“ Dresdens Verdi-Chef Frank Fischer ging in seiner Rede vor den Streikenden noch einen Schritt weiter: „Die Hinhaltetaktik der Deutschen Post ist nichts als Blockade und eine glatte Provokation.“ Den Verantwortlichen mit einem Warnstreik die „Rote Karte“ zu zeigen, sei genau die richtige Antwort darauf.

Der Dresdner Postmitarbeiter Franz Meier sagt: „Wir möchten mit diesem Streik bewirken, dass wir mehr verdienen.“ Sprit, Nahrung und alles andere werde teurer, also müssten auch die Löhne steigen, fordert er. „Wir sind mit Leib und Seele Postler und möchten gutes Geld für gute Arbeit“, bekräftigt die Hoyerswerdaer Post-Mitarbeiterin Constanze Manig. „Mit uns macht die Post ihre Umsätze“, sagt sie, doch gehe es ihr nicht nur ums Geld. Im kommenden Jahr stehe die Unkündbarkeit der Postmitarbeiter auf dem Spiel.

Postsprecherin Anke Blenn sagte, die Streiks hätten keine Auswirkungen auf die einzelnen Postfilialen, die ja von Partnerfirmen mitbetrieben werden. Einschränkungen werde es jedoch bei den Zustellungen von Briefen und Paketen geben. Möglich sei, dass diese erst einen Tag später an ihrem Bestimmungsort ankommen. Der Grund: Mit den Zustellern streikt nicht nur das letzte Glied in der Verteilungskette, sondern auch das Briefzentrum für Dresden und Umgebung in Ottendorf-Okrilla ist von den Streiks betroffen.

Gleichwohl habe das Unternehmen versucht, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. „Wo es so kurzfristig möglich war, haben wir zusätzliche Kräfte aus der Verwaltung als Zusteller eingesetzt“, berichtet Blenn. Zudem hat die Post eine Kundenhotline eingerichtet, unter der sich Betroffene informieren können. Die Rufnummer lautet 0228/76367650.  Vor der nächsten Tarifrunde am 25. April seien aber weitere Aktionen geplant.

sl

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