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Warnstreik vor der Gläsernen Manufaktur in Dresden: IG Metall fordert mehr Lohn

Warnstreik vor der Gläsernen Manufaktur in Dresden: IG Metall fordert mehr Lohn

Dresden. Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektrobranche erhöhen die Arbeitnehmer abermals den Druck. In Dresden beteiligten sich am Dienstagvormittag etwa 300 Teilnehmer an einem einstündigen Warnstreik vor der Gläsernen Manufaktur.

Neben Mitarbeitern der Automanufaktur hatten sich auch Arbeitnehmer der Elbe Flugzeugwerke GmbH am Straßburger Platz versammelt. In Zwickau hatte die IG Metall mehr als 4000 Beschäftigte aus vier Betrieben zu einer Großkundgebung vor dem Werkstor von Volkswagen erwartet. Eine weitere Aktion war vor dem Motorenwerk in Chemnitz geplant.

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Die IG Metall hatte am Dienstag zu einem Warnstreik vor der VW-Manufaktur aufgerufen. Rund 300 Teilnehmer forderten mehr Lohn und bessere Bedingungen für Leiharbeiter.

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Bundesweit standen am Dienstag die Werke von Volkswagen im Fokus, erklärte der Dresdner IG-Metall-Bevollmächtigte Willi Eisele. Hier gehe es um einen neuen Haustarifvertrag, die erste Verhandlungsrunde am 8. Mai sei ohne Erfolg zu Ende gegangen.

„Ohne substantielle Fortschritte bei Übernahme und Leiharbeit schließt sich das Zeitfenster für weitere Verhandlungen“, sagte der Bezirksleiter der IG Metall, Olivier Höbel. Eine Urabstimmung und Streiks seien dann unausweichlich. Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Lohn, die unbefristete Übernahme aller Lehrlinge und mehr Mitbestimmung bei der Leiharbeit. Mit den Forderungen liege man „goldrichtig“, sagte Willi Eisele zu den Dresdner Arbeitern.

Die Arbeitgeber haben bisher drei Prozent mehr Geld für 14 Monate angeboten, die übrigen Forderungen aber abgelehnt. Die Beschäftigten unterstützen mit den Warnstreiks auch die aktuellen Tarifverhandlungen in Baden-Württemberg. Sollte dort am Dienstagabend keine Einigung erzielt werden, rechnet Eisele mit einer Urabstimmung und danach folgenden Streiks, an denen sich eventuell auch Sachsen beteiligen könnte.

Allein in Dresden seien rund 10.000 Arbeitnehmer betroffen, teils mit Manteltarifvertrag, teils über die vielen daran anknüpfenden Haustarifverträge. Eisele sprach von bisher erfolgreichen Warnstreiks. „Die Kampfbereitschaft in unseren Betrieben ist da“, sagte er.

dbr/dpa/sl

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