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Warnstreik der Stadt-Mitarbeiter in Dresden

Tarifkonflikt Warnstreik der Stadt-Mitarbeiter in Dresden

Warnstreiks in Dresden: Kurz vor der nächsten Tarifrunde im öffentlichen Dienst haben sich rund 160 Mitarbeiter an Protesten der Gewerkschaft Verdi gegen die Pläne der Arbeitgeberseite beteiligt. Anfang kommender Woche gehen die Tarifverhandlungen weiter.

Im Lauf des Vormittags beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben insgesamt 160 Mitarbeiter am Warnstreik und fanden sich vor dem Dresdner Rathaus ein.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Rund 160 städtische Mitarbeiter haben sich im Mittwochvormittag am Warnstreik des öffentlichen Dienstes in Dresden beteiligt. „Es war eine gute Aktion“, zeigte sich Antje Drescher von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zufrieden mit der Resonanz. „Wir hatten nur bestimmte Bereiche und nur für begrenzte Zeit aufgerufen, wir wollen ja noch steigerungsfähig sein“, fügte sie hinzu.

Verdi hatte vor der nächsten Tarifrunde Anfang kommender Woche kommunale Beschäftigte zu Warnstreiks aufgerufen. Vor dem Rathaus richtete die Gewerkschaft Infostände ein, an denen die Stadtmitarbeiter auch zum Streikfrühstück zusammenkommen konnten. Bundesweit soll mit solchen Aktionen derzeit klargemacht werden, dass sich die Arbeitgeberseite bewegen muss. Verdi hatte das Rathaus auch deshalb ausgewählt, weil Bürgermeister Peter Lames (SPD) auch Vize-Präsident des Kommunalen Arbeitgeberverbandes in Sachsen ist.

Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Lohn und protestieren vor allem auch gegen drohende Einschnitte in die Altersversorgung. „Dafür gibt es in Sachsen keinen Anlass, sie ist ausfinanziert“, erklärte Drescher den Protest. Auch schon bei jüngeren Mitarbeitern habe sie große Sorgen über diese Entwicklung erkennen können. Die jungen Fachkräfte müssten jedoch hier vor Ort eine Perspektive erhalten. Auszubildende würden deshalb auf eine neue Übernahmevereinbarung hoffen und ältere Mitarbeiter auf die Fortsetzung von Altersteilzeitregelungen.

Laut Drescher haben sich am Warnstreik neben den Rathausmitarbeitern unter anderem auch Beschäftigte aus dem Kulturbereich, der Bundeswehr, der städtischen Krankenhäuser und der Bibliotheken beteiligt. Vertreter des DGB und der SPD-Stadtratsfraktion statteten den Streikenden Besuche ab. Die Beschäftigten hoffen auf Bewegung der Arbeitgeberseite bei der nächsten Verhandlungsrunde. Dann werde sich entscheiden, wie es mit den Warnstreiks weitergeht. Bislang hat die Gewerkschaft bewusst auf die Einbeziehung etwa von Kindertageseinrichtungen oder dem Nahverkehr sowie auf Aktionen in den Landkreisen rund um Dresden verzichtet.

Von Ingolf Pleil

Rathaus, Dresden 51.048055 13.740349
Rathaus, Dresden
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