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Warmer Winter: Die Drewag verkauft weniger Gas und Fernwärme

Heiligabend ohne Heizen Warmer Winter: Die Drewag verkauft weniger Gas und Fernwärme

Wer es Weihnachten wohlig warm in der Weihnachtsstube haben möchte, braucht die Heizung nicht weit aufzudrehen. Der Deutsche Wetterdienst sagt zweistellige Temperaturen voraus. Wenig Grund zur Freude gibt es bei den Energieversorgern.

Quelle: Archiv

Dresden. Wer es Weihnachten wohlig warm in der Weihnachtsstube haben möchte, braucht die Heizung nicht weit aufzudrehen. Der Deutsche Wetterdienst sagt zweistellige Temperaturen voraus. Wenig Grund zur Freude gibt es bei den Energieversorgern. Wer es Weihnachten wohlig warm in der Weihnachtsstube haben möchte, braucht die Heizung nicht weit aufzudrehen. Der Deutsche Wetterdienst sagt zweistellige Temperaturen für den 24. Dezember voraus. Die Verbraucher reiben sich die Hände, denn der Geldbeutel wird geschont. Wenig Grund zur Freude gibt es bei den Energieversorgern, zumal bereits die vergangenen zwei Winter sehr mild waren.

Kennzeichnend für den niedrigen Heizbedarf ist die sogenannte Gradtagszahl. Sie stellt den Zusammenhang zwischen Raumtemperatur und der Außenlufttemperatur in einem bestimmten Zeitraum dar. Nach Angaben der Drewag betrug der Wert in der Winterperiode 2013/2014 3 105 und im vergangenen Winter 3 122. Im langjährigen Mittel werden 3 475 erreicht. Die Dresdner mussten in den vergangenen zwei Jahren also knapp neun Prozent weniger heizen als üblich. In diesem Jahr könnte der Winter noch wärmer werden. Im Dezember lag die Durchschnittstemperatur deutschlandweit bei 5,5 Grad - normal wären 0,9 Grad. Sollte sich dieser Trend in den kommenden Monaten fortsetzen, wäre dieser Winter der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Der Dresdner Versorger Drewag macht sich dennoch keine Sorgen um sein Geschäft: "Der durchschnittliche Heizgaskunde verbraucht derzeit etwas weniger Gas. Kompensiert wird dieser Effekt durch Bevölkerungszuwachs, neue Kunden und konjunkturellen Mehrabsatz, so dass die Drewag keine Umsatzeinbußen verzeichnet", teilt Unternehmenssprecherin Gerlind Ostmann gegenüber den DNN mit. Die Anteile der Wärmeversorgung am Gesamtumsatz des Unternehmens, der 2013 rund 1,15 Milliarden betrug, sind tatsächlich relativ gering. Die Drewag macht 13 Prozent ihres Umsatzes mit Fernwärme und fünf Prozent mit Gas, das bei Kleinkunden zum Heizen eingesetzt wird. Das meiste Gas wird an die Wirtschaft verkauft. 15 Prozent des Umsatzes werden durch die Versorgung von Unternehmen erwirtschaftet.

Auch Carla Groß von der Verbraucherzentrale Sachsen, sieht die Versorgungsunternehmen durch die warmen Winter nicht in Gefahr. "Gerade in größeren Städten, insbesondere in Ostdeutschland, haben die Versorger häufig eine Monopolstellung im Gas- und Fernwärmebereich, so dass sie die Preise unabhängig von den Energiekosten festlegen können", sagt die Energieexpertin. Generell würden Kunden derzeit dennoch viel Geld sparen. Denn die Energiepreise seien weltweit so niedrig wie schon seit Jahren nicht mehr, so Groß.

"Darauf, dass die Preise niedrig bleiben, sollte sich jedoch niemand verlassen. Bei Erdgas handelt es sich um eine natürliche Ressource, die endlich ist", sagt Groß und empfiehlt, "die Verbraucher sparen am meisten Geld, wenn sie wenig Energie verbrauchen. Dabei können wir mit unserer kostenlosen Energieberatung unterstützen".

Doch auch durch den richtigen Gas- tarif können Verbraucher sparen. So kosten laut dem Vergleichsportal gas-magazin.de bei der Drewag 14 000 Kilowattstunden Gas, der Durchschnittsverbrauch einer 100 Quadratmeterwohnung, im Jahr 732,19 Euro. Beim Anbieter EMB werden dafür nur 640,34 Euro fällig. Allerdings die Tarife sind bei allen Anbietern vom Verbrauch abhängig. So werden beispielsweise bei der Drewag bei einem Jahresverbrauch von unter 9 900 Kilowattstunden rund 50 Euro weniger Grundgebühren fällig als bei höheren Verbrauchswerten. Mieter haben jedoch meist keinen Einfluss auf die Vertragswahl, denn der Versorger wird vom Vermieter festgelegt.

Hauke Heuer

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