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Wallpavillon wird zwei Jahre lang saniert

Wallpavillon wird zwei Jahre lang saniert

Nach Überprüfung der Schäden und der Demontage von zehn Attika-Vasen im Herbst 2014 startet nun die umfassende Sanierung des Wallpavillons im Dresdner Zwinger.

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In dieser Woche beginnt die Sanierung des Wallpavillons.

Quelle: Dominik Brüggemann

Er ist, wie bereits angekündigt, das nächste große Bauvorhaben in dem spätbarocken Ensemble, das der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) betreut. Nach Angaben von Pressesprecherin Andrea Krieger beginnen die Arbeiten diese Woche und werden erst Ende 2017 abgeschlossen sein. Besucher müssen mit Einschränkungen rechnen. So ist die Treppenanlage durch den Wallpavillon zeitweise gesperrt.

Erheblichen Sanierungsbedarf gibt es laut SIB an Fassade, Dach, Treppen, der Technik und an den Grundleitungen im Gebäude. Zunächst werden die Fassade und die Kastenfenster im oberen Bereich des Pavillons restauriert sowie das Dach einschließlich der Dachentwässerung in Ordnung gebracht. Auch der Saal im Obergeschoss erhält ein frisches Aussehen, wobei die Farbfassung des Raumes und die Bodenbeläge erhalten bleiben sollen. Anschließend kommen Treppen und Brunnen im Vestibül an die Reihe sowie parallel dazu die Sanierung der Grundleitungen.

Der stark schadhafte Treppenaufgang im Wallpavillon im Zwinger muss komplett abgebrochen und neu aufgebaut werden, was eine Umleitung der Besucherströme erforderlich macht und den Aufgang zum Wall kompliziert. Bis Mitte März wird die Treppenanlage in Abständen kurzfristig gesperrt. Von Mitte März dieses Jahres bis Mitte April ist die Treppenanlage dann baubedingt nicht mehr benutzbar. Der zu erwartende hohe Besucherverkehr zu Ostern muss umgelenkt werden. Nach Angaben des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement werden Alternativen bekannt gegeben.

Zum Sanierungsprogramm Wallpavillon gehört auch die Runderneuerung des Attika-Schmuckes. Die bereits abgenommenen zehn Sandstein-Vasen werden in der Zwingerbauhütte noch bis Ende 2015 gereinigt und restauriert. Die Figuren der Attika sollen direkt auf dem Gebäude überarbeitet werden, weil ihre Demontage übermäßig in die Dachhaut eingreifen würde. Alles in allem stellt der Freistaat Sachsen für die Schönheitskur des Wallpavillons 4,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Noch nicht abgeschlossen ist zudem die Sanierung des mit einem reichen Figuren-Schmuck ausgestatteten Kronentores. Sie soll früheren Angaben zufolge bis 2016 vollendet sein und 650 000 Euro kosten. Die vergleichsweise gewaltige Summe von 47 Millionen Euro fließt in die Sanierung der Sempergalerie, die den Zwinger zum Theaterplatz abschließt. Die Sempergalerie soll wie der Wallpavillon ab Ende 2017 in neuem Glanz erstrahlen.

Für die hier beheimatete Galerie Alte Meister bahnt sich zwischenzeitlich ein Wechsel an: Ab 30. Oktober dieses Jahres sind die Gemälde im dann fertiggestellten Ostflügel zu sehen und der Ausbau des Westflügels beginnt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.03.2015

Genia Bleier

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