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Waldschlößchenbrücke: Streit bis zum Ende

Waldschlößchenbrücke: Streit bis zum Ende

Es steht noch nicht mal ein Termin für die Eröffnung der Waldschlößchenbrücke fest, da gibt es schon Streit um die Art und Weise, wie die Elbquerung für den Verkehr freigegeben wird.

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Auf der Waldschlößchenbrücke wird fleißig gebaut.

Quelle: Carola Fritzsche

Die Grünen-Stadtratsfraktion hat am Freitag Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) aufgefordert, auf eine offizielle Eröffnungsfeier zu verzichten. Das dafür vorgesehene Geld sollte lieber dafür verwendet werden, die Bewerbung von Hellerau für das Unesco-Welterbe zu unterstützen, schlägt Grünen-Fraktionsvorsitzender Thomas Löser vor.

Die Unesco hatte dem Dresdner Elbtal 2009 wegen des Baus der Waldschlößchenbrücke den Welterbe-Status entzogen. Sollte die Elbquerung jetzt feierlich eingeweiht werden, könnte das die Unesco als Affront verstehen, so Löser. "Wie soll sie dann vor diesem Hintergrund eine erneute Bewerbung Dresdens bewerten?", fragt der Fraktionsvorsitzende und vermutet: "Die Bewerbung Helleraus könnte so ernsthaft gefährdet werden."

Der Verzicht auf Eröffnungsfeierlichkeiten könne ein Signal der Aufrichtigkeit und Dialogbereitschaft an die Weltöffentlichkeit und die vielen Dresdner sein, die sich gegen den Brückenbau ausgesprochen hatten. Die für die Feierlichkeiten vorgesehenen Mittel sollten dem Festspielhaus Hellerau zugute kommen, schlägt Löser vor.

Stadtsprecher Kai Schulz erklärte auf Anfrage der DNN, die OB werde sich mit den Argumenten von Löser auseinandersetzen. "Seitens der Bürgerschaft gibt es aber ein großes Interesse an einer Eröffnungsfeier", gibt Schulz zu bedenken. Fast täglich würden im Rathaus Anfragen eintreffen, wann die Eröffnung ist und wann gefeiert wird. "Bei allen Diskussionen um die Brücke darf man auch nicht vergessen, dass dieser Verkehrszug das größte städtische Infrastrukturprojekt nach der Wende ist", so der Stadtsprecher. Dieses "sang- und klanglos" in Betrieb zu nehmen, erscheine wenig nachvollziehbar.

Bislang ist noch gar nicht klar, wann die Brücke überhaupt für den Verkehr freigegeben werden kann. Das geht aus einer Antwort von Orosz auf eine Anfrage des Linken-Fraktionsvorsitzenden André Schollbach hervor. "Aufgrund der Unabwägbarkeiten, die sich zum einen aus dem komplexen Vertragsverhältnis mit den beauftragten Firmen und zum anderen aus der Verschiebung einzelner Arbeitsgänge aufgrund der langen Winterperiode 2013 ergeben, können derzeit keine Termine benannt werden", teilte die OB in dieser Woche mit.

Nach DNN-Informationen soll das Bauwerk noch vor den Sommerferien im Juli eingeweiht werden. Rund 182 Millionen Euro Kosten hatte die Stadt für den gesamten Verkehrszug eingeplant - bisher wurden laut Orosz 158,3 Millionen Euro verbaut. "Wir können nicht nachvollziehen, dass die OB immer noch keinen Termin benennen kann. Der lange Winter ist doch nun vorbei", wunderte sich der Linke-Fraktionsvorsitzende.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.05.2013

Thomas Baumann-Hartwig

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