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Wachstumsplan: Nürnberger Platz wird Tor zur TU

Wachstumsplan: Nürnberger Platz wird Tor zur TU

Die Zukunft der Dresdner Südvorstadt ist rosig. Auf den Brachflächen rund um den Nürnberger Platz wird mächtig gebaut. Mehr noch: Dieser zentrale Verkehrsknotenpunkt wird mittel- bis langfristig das Campus-Tor der Technischen Universität (TU) Dresden.

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Diese Brachflächen (bunt) stehen laut Baulandkataster rund um den Nürnberger Platz theoretisch als Erweiterungsflächen für die TU zur Verfügung.

Quelle: www.dresden.de

Von Ralf Redemund

Darauf haben sich jetzt die Planer der TU und der Stadt Dresden geeinigt.

Die Einigung kommt rechtzeitig. Am 13. und 14. Dezember besuchen die Gutachter der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder den Campus. Die TU hat sich mit vier Anträgen im Gesamtvolumen von knapp 172 Millionen Euro beworben. TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen wird den Gutachtern das Maßnahme-Konzept vorstellen, mit dem die Universität sich als Ganzes weiterentwickeln und bis 2022 in den Kreis der hundert besten Hochschulen weltweit aufsteigen will. Der Flächenentwicklungsplan mit der Stadt ist dabei zwar ein nur kleiner, aber feiner Baustein in der Bewerbungsstrategie.

Fieberhaft wird zurzeit noch an einem Film über das künftige Flächenwachstum der TU gearbeitet, mit dem der Rektor in seiner Präsentation am 13. Dezember punkten will. Dabei ist das Areal rund um den Nürnberger Platz nur eine Stoßrichtung der baulichen Entwicklung. Ein rechtskräftiger Bebauungsplan sichert hier das Baurecht. Entstehen soll eine "städtebaulich überzeugende und markante Form" als "zukünftiges Campus-Tor der TU", wie die Stadt mitteilt. Eine konkrete Vorstellung liegt verständlicherweise in einem so frühen Stadium der Planung noch nicht vor.

Eine andere Baurichtung verläuft entlang der Nöthnitzer Straße. Die vorhandenen TU-Gebäude und Instituts-Bauten sollen durch eine "ergänzende Neubebauung in zweiter Reihe zu einem Technologie-Campus baulich abgerundet werden", informieren die Stadtplaner. "Darüber hinaus wird es in den Hangbereich keine hochbauliche Entwicklung geben", heißt es weiter. Hintergrund: Die Stadt will die verbliebenen Kaltluftschleusen für die Innenstadt von einer Bebauung frei halten.

Genau das war vor rund drei Monaten noch von TU-Seite her in Frage gestellt. Auf Basis einer städtebaulichen Entwicklungsstudie des Architekturbüros Heinle, Wischer & Partner im Auftrag des Freistaates Sachsen setzte die TU auf einen kompakten Campus-Körper, der möglicherweise auch den Hang hinauf wächst. Das lehnte die Stadtplanung ab, stellte ihrerseits der TU-Spitze ein "erstes Konzept über Potenzialflächen" vor. Aufgeführt waren der Tatzberg in der Dresdner Johannstadt, der ehemalige Kohlebahnhof auf der Freiberger Straße und der Wissenschaftsstandort Ost mit den Fraunhofer-Instituten auf der Winterbergstraße (Gruna). Alle diese Vorschläge der Stadt fanden jedoch seitens der TU kein Interesse. Der Stadtrat wiederum hatte die Verwaltung im Mai beauftragt, die TU uneingeschränkt zu unterstützen.

Das geschah dann auch. Binnen dreier Monate - quasi in Rekordzeit - haben die Planer von Stadt und TU "eine für beide Seiten akzeptable Lösung gefunden", wie die Pressestelle der Stadt auf DNN-Anfrage mitgeteilt hat. Dabei sind beide Seiten von teilweise erheblich voneinander abweichenden Richtungen der künftigen baulichen Entwicklung der Universität ausgegangen. Überspitzt formuliert, wollte die TU den Hang hochwachsen und die Stadt, dass die TU die zahlreichen Baubrachen im Zentrum füllt. Jetzt liegt die einvernehmliche Lösung vor, erarbeitet von der Arbeitsgruppe "AG Campus" unter Leitung von Chefstadtplaner Stefan Szuggat und unter Mitarbeit von Vertretern der Stadtplanung, des Sächsischen Immobilien- und Baumanagements (SIB) sowie der TU.

Ob die TU mit ihrer Bewerbung erfolgreich ist, wird sich erst im Sommer zeigen. Denn die Entscheidungen über die Bewilligung der einzelnen Anträge fallen erst am 15. Juni 2012. Das Paket umfasst das TU-Zukunftskonzept (Prof. Hans Müller-Steinhagen), die Graduiertenschule für Biomedizin und Bioengineering (Prof. Gerhard Rödel), das Zentrum für regenerative Therapien (Prof. Michael Brand) sowie ein neues Zentrum für künftige Kommunikationstechnologien (Prof. Gerhard Fettweis).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.12.2011

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