Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Google+
WWF wirbt in Dresden für Wölfe: Streifzug durch Dresdner Heide möglich

WWF wirbt in Dresden für Wölfe: Streifzug durch Dresdner Heide möglich

Mit einem 2,5 Meter großen Abdruck einer Wolfspfote hat die Naturschutzorganisation WWF am Samstag in Dresden für mehr Akzeptanz für den Wolf geworben. Die hölzerne Tatze prankte weit sichtbar in der Fußgängerzone während Mitglieder der WWF-Jugend Interessierte über den Wolf aufklärten.

Voriger Artikel
Waldbrandgefahr in Sachsen steigt – Dresden meldet Alarmstufe 2
Nächster Artikel
Aktionswoche Dresdner Frühjahrsputz 2012 mit Promiputz am Wiener Loch gestartet

Der WWF warb am Samstag in Dresden für mehr Akzeptanz gegenüber Wölfen.

Quelle: Dominik Brüggemann

Bis zu 70 Tiere leben nach Schätzungen des World Wide Fund For Nature in den östlichen Bundesländern Deutschlands.

php284e3693f5201203241433.jpg

Die nächsten bestätigten Tiere leben in der Königsbrücker Heide, rund 15 Kilometer nördlich von Ottendorf-Okrilla.

Zur Bildergalerie

In Dresden wurde bislang kein Wolf gesichtet, aber die Dresdner Heide im Norden der Stadt käme zumindest als Streifgebiet für die scheuen Tiere in Frage. „Die Dresdner Heide ist als dauerhafter Lebensraum für ein Wolfsrudel zu klein", schätzt Stephan Kaasche, freiberuflich in der Umweltbildung tätig, die Lage ein. „Für einen jungen Wolf ist sie eventuell als Erkundungsgebiet interessant", so Kaasche, der den Jugendlichen der WWF den Lebensraum der Wölfe in der Lausitz gezeigt und erklärt hat. Auch die Sächsische Schweiz sei von den Bedingungen in Ansätzen passend. „Der Wolf ist hoch anpassungsfähig", beschreibt Kaasche die Lebensweise der Rudeltiere. Insgesamt seien die beiden Gebiete jedoch für Reviere zu klein.

Die nächsten bestätigten Tiere leben in der Königsbrücker Heide, rund 15 Kilometer nördlich von Ottendorf-Okrilla. Hier haben Mitarbeiter des Kontaktbüros Wolfregion Lausitz erstmals im April 2011 zwei Tiere gesichtet. Auch Nachwuchs hat sich dort eingestellt: Mindestens drei Jungtiere verzeichneten die Biologen im Juli 2011.

Die Vorurteile will Marcel Gluschake den Dresdnern nehmen und die Akzeptanz für wilde Tiere in der Natur fördern. „Der Wolf würde beispielsweise nicht in Städte gehen. Das versuchen wir den Menschen zu erklären", berichtet der Mitarbeiter bei der WWF-Jugend. Eher solle man stolz sein, dass das Tier wieder vor Ort ist. Bei einer Begegung mit einem Tier, die Chance ist sehr gering, solle man sich ruhig verhalten und die Tiere nicht provozieren. Einzig bei Schafzüchtern erregen die Vierbeiner Besorgnis. Rund 67 Schafe könnten die Tiere im vergangenen Jahr in Sachsen gerissen haben. Dies geht aus der Statistik an gemeldeten Schäden an Nutztieren hervor.

Dominik Brüggemann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.