Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
WTC in Dresden feiert 20. Geburtstag

Jubiläum WTC in Dresden feiert 20. Geburtstag

Vor 20 Jahren wurde das World Trade Center in Dresden in Betrieb genommen. Das Management schaut auf eine Erfolgsgeschichte zurück und warnt vor Fehlentwicklungen auf dem Dresdner Büroflächenmarkt. Vom 23. bis 28. September gibt es eine Festwoche.

Vor 20 Jahren wurde das World Trade Center in Dresden in Betrieb genommen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Vor 20 Jahren wurde das World Trade Center in Dresden in Betrieb genommen. Das Management blickt auf eine Erfolgsgeschichte zurück und warnt vor Fehlentwicklungen auf dem Dresdner Büroflächenmarkt. Vom 23. bis 28. September gibt es eine Festwoche.

„Es sollte ein Zeichen werden“, erinnert sich Dieter Negwer. 1990 war die Idee entstanden, die Baugenehmigung habe zwei Jahre später vorgelegen und 1996 wurde das World Trade Center (WTC) an der Freiberger Straße schrittweise in Betrieb genommen. 500 Millionen D-Mark investierten damals hanseatische Kaufleute in das Projekt auf dem Gelände der früheren Süßwarenfabrik Elbflorenz. Die Tradition des Namens hält heute ein Hotel hoch. Anfangs setzten die Hausherren stärker auf den Handel als Mieter. „Den Mitarbeitern in den Büros musste doch etwas geboten werden, damals schlossen die Geschäfte doch noch überall um 18 Uhr“, erinnert sich Negwer von der Firma Boetzelen Haus- & Vermögensverwaltung GmbH, der seit Beginn an dabei ist.

Zahlen & Fakten

Start: 1996

Investition: rund 500 Millionen D-Mark

Angebot: 90 000 Quadratmeter Büro- und Handelsfläche

Ausstattung: 28 Hochgeschwindigkeitsaufzüge, 1000 Tiefgaragenstellplätze

Arbeitsplätze: 4000 Beschäftigte bei den Mietern im Haus

Geburtstag: Anlässlich des Jubiläums ist vom 22. bis 28. September eine Ausstellung zur Historie des Gebäudeensembles von der Vorgeschichte bis heute zu sehen, präsentiert wird beeindruckendes Foto- und Filmmaterial, das das Gelände vor, während und nach dem Bau zeigt.

Empfang: Am 22. September gibt es einen Galaabend (für geladene Gäste) für Mieter, Investoren, die Eigentümer und quasi Wegbegleiter in den letzten 20 Jahren.

Das WTC war damals eines der ersten Großprojekte in Dresden. 60 Meter ragt der gläserne Turm in den Himmel, mehr war in der Stadt mit dem Canaletto-Blick nicht drin. Heute gehört der Komplex einem von JP Morgan geführten Fonds. Jürgen Rees von der Polares Real Estate Asset Management GmbH ist der Vertreter der Eigentümer und vor allem stolz auf das Atrium, für das es weit und breit „nichts Vergleichbares“ gebe. Die Konstruktion stammt von Jörg Schlaich, der auch an der berühmten Dachgestaltung des Münchner Olympiastadions beteiligt war. Seit 2009 ist die Polares für das Haus verantwortlich. Die Wirtschaft erholte sich da gerade langsam von der weltweiten Finanz- und Immobilienkrise. „25 Prozent Leerstand gab es hier damals“, erinnert sich Rees.

Heute ist das Haus stärker auf Büros ausgerichtet und „heute haben wir 100-Prozent-Vollvermietung“, erklärt der Manager. Das WTC sei inzwischen ein führender Wirtschafts-, Verwaltungs- und Wissenschaftsstandort geworden. Rees verweist dabei unter anderem auf die Privat-Hochschule Dresden International University (DIU) und das UNU-Florales. Das Institut der Universität der Vereinten Nationen (UNU) beschäftigt sich mit Bewirtschaftungsstrategien für die nachhaltige Nutzung von Ressourcen vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern. Zu den Mietern gehören aber auch die Stadtverwaltung, die Drewag, das Privattheater Comödie Dresden, IT-Unternehmen, Rechtsanwälte, Medienunternehmen und vieles andere. Insgesamt sind heute auf 90000 Quadratmetern Büro- und Handelsfläche rund 4000 Mitarbeiter beschäftigt. Mit einer Festwoche vom 23. bis 28. September feiert das WTC den 20-jährigen Bestand.

Der Markt läuft gut. „Wir haben vorausschauend gebaut“, beschreibt Dieter Negwer das Erfolgsrezept. Für die Flächen, die durch den Auszug der Städtischen Bibliothek oder eines Discounters frei werden, gibt es gleich mehrere Interessenten, es werden unter anderem im IT-Bereich neue Arbeitsplätze im Zentrum der Stadt entstehen.

Das ist für Rees ganz wichtig. Er hat etwas Bauchschmerzen mit der Entwicklung in der Stadt. „Ich warne davor, das Gewerbe durch Wohnungsbau aus der Innenstadt zu verdrängen.“ Auch andere Immobiliendienstleister verweisen schon darauf, dass es für Interessenten an größeren zusammenhängenden Büro-Flächen kaum noch zentral gelegene Angebote gebe. Die Stadt sollte auf einen ausgewogenen Mix achten und vorausschauend planen und die Entwicklung steuern. Um die Zukunft das WTC macht sich Rees keine Sorgen. „Das Haus ist wandlungsfähig.“ Die Stadt könnte hier noch mehr Ämter zusammenziehen, meint er nicht zuletzt mit Blick auf die Sanierungsdiskussion um das Rathaus. Rees: „Wir sind eine Landmarke geworden.“

Von Ingolf Pleil

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.